29.09.2017 - 20:00 Uhr
SchnaittenbachOberpfalz

Interessengemeinschaft Oberpfälzer Haflingerzüchter und Haflingerhalter gemeinsam unterwegs Romantischer Ausflug mit Kutschen und auf Pferden

Kemnath am Buchberg. Die Mitglieder der Interessengemeinschaft Oberpfälzer Haflingerzüchter und Haflingerhalter trafen sich in Unterwarnbach auf der Hengststation ihres Vorsitzenden Matthias Hartmann zur traditionellen Wanderfahrt und dem Wanderritt. Bei kühlem, bereits herbstlichem, aber trockenem Wetter ging der Wandertross auf Tour.

Morgendliche Stimmung im Tal der Schwarzach. Bild: exb
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Die von Matthias Hartmann sorgfältig geplante Tour führte von der Hofstelle hinab in das Tal der Schwarzach. Das hier flache Terrain war für das Einlaufen der Haflinger bestens geeignet. So begleitete die Gruppe die hier stark mäandernde Schwarzach auf ihren letzten Kilometern, bevor sie ihre Wasser in die dominantere Naab ergießt.

Naabaufwärts ging es durch den kleinen Ort Wölsendorf. Dort wurden bereits im Mittelalter Silber- und Bleivorkommen genutzt. Im nahe bei Wölsendorf gelegenen "Heinrich-Kocher-Stollen" wurde ab 1900 Flussspat, auch Fluorit genannt, abgebaut. Flussspat wurde in der Metallverarbeitung als Flussmittel verwendet.

Kaum hatte man den Ort Wölsendorf verlassen, ging es auf unbefestigten Wegen weiter, die wie geschaffen waren, eine flottere Gangart einzuschlagen. Die jetzt gut eingelaufen Pferde durften im Arbeitstrab ordentlich Strecke machen, bevor sie dann das Naabtal in Richtung Osten verlassen mussten.

Der weitere Routenverlauf führte in eine von meist bewaldeten Hügeln geprägte Landschaft. Die geologische Verwandtschaft zum weiter östlich liegenden Oberpfälzer Wald war unverkennbar. Urgesteine wie Granite und Gneise waren hier vorherrschend. Bei einer kurzen Rast am geplanten Treffpunkt wartete Rainer Hartmann mit einer deftigen Brotzeit. Nach der Stärkung galt es für die gut konditionierten Haflinger deftige Anstiege zu meistern.

Abenteuerlich wurde es aber dann für die Mitfahrer, als ein schmaler, ausgewaschener Waldweg bergabwärts führte. Auf der einen Wegseite "gähnte der Abgrund", und auf der andern Seite hätte ein steiler Anstieg ein eventuell notwendiges Umkehren unmöglich gemacht. Aber auch hier zeigten die Vierbeiner Nervenstärke und ordentliches Benehmen. Nach Überwindung dieser Herausforderungen führte die Route wieder hinab in das Tal der Schwarzach.

Die letzten Kilometer ging es über flaches Gelände zurück zum Ausgangspunkt. Die Pferde hatten dort beste Bedingungen, beim Auslaufen zu entspannen und sich lang zu machen.

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