29.08.2014 - 00:00 Uhr
SchnaittenbachOberpfalz

Den ersten Schnaittenbacher Überraschungswochen liegt ganzheitliches Konzept zugrunde Wissen, Toleranz, Zusammenhalt

Ein dickes Lob für das ausgezeichnete Frühstücksbuffet und das leckere Mittagessen erntete das Küchenteam von den Teilnehmern an der Überraschungswoche.
von Adele SchützProfil

Zum vollen Erfolg wurde die erste Schnaittenbacher Überraschungswoche, bei der 30 Kinder zwischen sechs und elf Jahren vergnügliche Tage erlebten. Ziel der Verantwortlichen von der Kommunalen Jugendarbeit der Stadt Amberg und des Landkreises sowie der Initiatorin Karin Klein von der Stadtverwaltung war es, berufstätigen Eltern in den Ferien eine Möglichkeit der Kinderbetreuung sowie den Mädchen und Buben, die nicht in den Urlaub fahren, erlebnisreiche Tage anzubieten.

Die Kommunale Jugendarbeit veranstaltet bereits seit längerer Zeit mehrmals jährlich Überraschungswochen in Amberg. Auf Vorschlag von Karin Klein gab es nun auch in Schnaittenbach eine solche Veranstaltung. "Dem Programm liegt ein ganzheitliches Konzept zugrunde, um den Kindern Wissen, gegenseitige Rücksichtnahme, Toleranz, Zusammenhalt und Gruppenerleben zu vermitteln", erläutert die Verwaltungsangestellte. Bei den Überraschungswochen werde viel Wert auf die aktive Mitbestimmung der Teilnehmer gelegt und deren Eigeninitiative gefördert.

Stadt gibt Zuschuss

Auch Bürgermeister Josef Reindl war von der Idee angetan. Mehrere Besprechungen mit der Amberger Jugendpflegerin Claudia Mai und der Verwaltungsangestellten Karin Klein folgten, bei denen ein attraktives und anspruchsvolles Programm auf die Beine gestellt wurde. Die ehrenamtlichen Betreuer vermittelte die Jugendpflegerin, stets waren acht davon sowie ein Küchenteam unter Leitung von Sophia Lehner vor Ort, die auch eine Aufwandsentschädigung erhielten. Weil die Stadt einen Zuschuss gab, kamen auf die Eltern nur 50 Euro Kosten zu. Die Kinder starteten die ganze Woche über zwischen 8 und 9 Uhr in der Schule mit einem gemeinsamen Frühstück in den Tag, der zwischen 16 und 17 Uhr endete.

Am Montagvormittag "beschnupperten" sich die Teilnehmer bei Kennenlernspielen. Am Nachmittag eroberten die Kinder bei einer Schnitzeljagd die Stadt. Am Dienstagvormittag tobten sie sich in der Mehrzweckhalle der Schule in einem Spieleparcours aus. Nachmittags stand ein Besuch bei der Feuerwehr auf dem Programm, wo die Kinder einem Einsatz vorgeführt bekamen. Spaß hatten sie beim Schlauchspritzen und bei einer Fahrt mit dem Feuerwehrauto.

Die Teefabrik Biller wurde am Mittwoch besucht. Die Mädchen und Buben durften sich einen eigenen Ferienprogramm-Tee mischen, ihn verpacken und etikettieren. Nachmittags war handwerkliches Talent gefragt, als es galt, diverse Spielgeräte wie Bowling, Big-Foot, Becherball und Stelzen zu basteln. Am Donnerstag waren die Jungs und Mädels als Öko-Detektive im Einsatz. Nachmittags stand eine Führung bei den Amberger Kaolinwerken an. Die Teilnehmer durften den riesigen Bagger in der Grube besichtigen und fuhren auf den Monte Kaolino.

Theaterstück aufgeführt

Am Freitag stand zum krönenden Abschluss ein Theatertag mit einer Gruppe von der Freilichtbühne Buchberg auf dem Programm. Vormittags versuchten sich die Kinder im Theaterspielen, nachmittags schrieben sie ein Stück und studierten dies ein, um es am frühen Abend für die Eltern aufzuführen.

"Wenn auch der Aufwand groß war, wollen wir die Überraschungswoche nächstes Jahr fortsetzen", meinte Karin Klein. Eventuell sei sogar eine Verlängerung denkbar. Bei den Kindern kam die Veranstaltung jedenfalls gut an.

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