29.08.2014 - 00:00 Uhr
SchnaittenbachOberpfalz

Feuerwehrkräfte in den Umgang mit Motorsägen eingewiesen - Theorie und dann in den Wald Spannungen von oben und unten

In den Genuss einer ganztägigen Ausbildung zum Thema Motorsäge kamen neun Einsatzkräfte aus den Reihen der Feuerwehr Schnaittenbach. Theorie und Praxis vermittelte Thilo von Hanstein, selbst Aktiver der FFW Ensdorf und ehemaliger Revierförster, unterstützt von einem Forstfacharbeiter.

Die Teilnehmer des Motorsägenkurses mit Lehrgangsleiter Thilo von Hanstein (Zweiter von rechts) und den beiden Kommandanten der Feuerwehr Schnaittenbach, Michael Werner (rechts) und Karl Hottner (links).
von Autor WFWProfil

Hanstein präsentierte in seinem Vortrag Unfallzahlen und -arten. Er wies ausdrücklich auf die Gefahrenschwerpunkte bei der Arbeit mit der Motorsäge hin. Ferner vermittelte er die Grundkenntnisse zum Umgang mit der Motorsäge, insbesondere Aufbau und Funktionen, Sicherheitseinrichtungen, Betriebsstoffe, Pflege und Wartung. Weiter demonstrierte er die persönliche Schutzausrüstung und ging dabei insbesondere auf die spezielle Situation bei der Feuerwehr ein. Hinweise auf die Auswahl geeigneter Motorsägen und deren individueller Einsatzzweck sowie Handhabung und Umgang mit den Geräten vervollständigten die Theorie.

Nach kurzer Pause ging es hinaus in den Wald, wo verschiedene Szenarien vorbereitet waren. Die zwei Experten warteten hier mit ihrem reichen Erfahrungsschatz aus der jahrelangen Praxis auf. In zwei Gruppen wurden verschiedene Schnitttechniken gezeigt und geübt, wobei hier insbesondere das Anlegen eines Fallkerbs sowie einer Bruchleiste zur genauen Bestimmung der vorgesehenen Fällrichtung im Mittelpunkt standen. Besonderen Bezug zur Feuerwehrpraxis hatten Situationen, bei denen an bereits liegenden oder verkeilten Bäumen Spannungen von oben, unten oder der Seite auftraten und die Zug- und Druckseite erkannt und beachtet werden musste.

Immer wieder streute der Lehrgangsleiter Informationen zur Unfallverhütung ein, die ja insbesondere bei Einsätzen der Feuerwehr im Vordergrund stehen muss. Enorm wichtig seien neben der persönlichen Schutzausrüstung ein möglichst sicherer Stand sowie das eventuell erforderliche Anlegen eines Fluchtweges. Hier müsse der Grundsatz "Sicherheit geht vor Schnelligkeit" gelten.

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