13.03.2004 - 00:00 Uhr
SchnaittenbachOberpfalz

Freiwillige Feuerwehr Schnaittenbach leistet 787 Einsatzstunden - Langjährige Mitglieder geehrt Höchste Anerkennung für Jugend

Neben ihrer hervorragenden Jugendarbeit zeichnet die Freiwillige Feuerwehr Schnaittenbach vor allem ihre hohe Einsatzbereitschaft und ausgezeichnete Kameradschaft aus. Deutlich wurde dies einmal mehr bei der Hauptversammlung, in deren Verlauf ein arbeitsreiches Jahr reflektiert wurde.

von Autor WFWProfil

Die Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Schnaittenbach fand im Unterrichtsraum des Gerätehauses statt und war mit rund 60 aktiven und passiven Mitgliedern gut besucht. Vorsitzender Helmut Reiß begrüßte 2. Bürgermeister Markus Nagler, Landrat Armin Nentwig, Kreisbrandrat Franz Iberer sowie Kreisbrandinspektor Reinhard Weiß.

2. Bürgermeister Markus Nagler, selbst aktives Mitglied und Maschinist der Wehr, übermittelte die Grüße des Bürgermeisters Sepp Reindl und der Stadt Schnaittenbach und dankte für die vielfältigen Leistungen der aktiven Wehr und des Feuerwehrvereins.

Im Hinblick auf die Ersatzbeschaffung eines Fahrzeugs im Austausch für den mittlerweile 26 Jahre alten VW-Bus erinnerte das stellvertretende Stadtoberhaupt an den Beschluss des Stadtrats und an den bereits in die Wege geleiteten Zuschussantrag. Bis zur tatsächlichen Ersatzbeschaffung wird aber wohl noch einige Zeit vergehen.

Landrat Armin Nentwig freute sich vor allem über die im ganzen Landkreis bekannte hervorragende Jugendarbeit in der Wehr und zollte den Jugendwarten höchste Anerkennung.

Vorsitzender Helmut Reiß ließ das vergangene Vereinsjahr noch einmal Revue passieren, wobei er insbesondere das Engagement der Jugend lobend hervorhob. Zum Jahresende 2003 gehörten dem Feuerwehrverein insgesamt 374 Mitglieder an, davon 60 Frauen und Mädchen. Allein der Jugendfeuerwehr gehörten 31 Mädchen und Burschen an und 69 Mitglieder leisteten aktiven Feuerwehrdienst.

Der Vorsitzende erinnerte an das altersbedingte Ausscheiden des bisherigen Jugendsprechers Christian Reiß und die Neuwahl von Michaela Abt, die nun wegen ihrer Funktion dem erweiterten Vorstand angehört.

56 Einsätze gelistet

Kommandant Fredi Weiß berichtete von 56 Einsätzen im Jahr 2003, die sich aufteilen in neun Brände, 31 Technische Hilfeleistungen, 15 Sonstige und einen Fehlalarm. Die Aktiven leisteten dabei 787 Einsatzstunden. Zur Vorbereitung bei Lehrgängen, Unterrichten, Übungen und Leistungsabzeichen waren 3054 Stunden bei der aktiven Wehr sowie 1747 Stunden bei der Jugendfeuerwehr erforderlich.

Zur überregionalen Weiterbildungen erklärte der Kommandant, dass Christian Kraus, Thomas Weiß, Christian Reiß, Thomas Mitruscsak und Julia Mutzbauer einen ganztägigen Funklehrgang und Michael Ott und Konrad Bierner die Maschinistenausbildung durchliefen. Am Ausbildungs-Grundlehrgang zum Atemschutzgeräteträger nahmen teil Norbert Groher, Michael Reindl und Martin Reindl.

Den Lehrgang Unfallverhütung an der staatlichen Feuerwehrschule Geretsried und das "Verhaltenstraining im Brandhaus" an der Staatlichen Feuerwehrschule Würzburg absolvierten Jochen Kraus und Michael Werner bzw. Stefan Reindl, Christian Leißl, Manuel Först und Sebastian Martin. Wegen ihrer vielfältigen Verdienste um die aktive Wehr und ihrer langjährigen Dienstzeit wurden Helmut Reiß und Peter Pichl von Kommandant Fredi Weiß zum Löschmeister befördert.

Kreisbrandrat Franz Iberer erläuterte die landkreisweite Einsatzstatistik. Entgegen der verbreiteten Meinung sei die absolute Zahl der Brandeinsätze nicht rückläufig, sondern stieg im letzten Jahr wohl auch wegen des außergewöhnlichen Sommers stark an. Des Weiteren ging der KBR auf die Diskussion um die Aufrechterhaltung der zehnminütigen Hilfsfrist und die Einrichtung einer Integrierten Leitstelle ein.

Uli Reindl legte einen tadellosen Kassenbericht vor. Markus Nagler empfahl als Revisor die Entlastung. Einige Mitglieder plädierten für den Erhalt auch kleinerer Ortsteilwehren und es gab Wortbeiträge zum Bürgerfest, das von der Feuerwehr in der bisherigen Form nicht mehr getragen wird.

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