Schnaittenbach bekommt Zusage für Gemeinschaftsprojekt "Flexible Grundschule"
Die zweite im Landkreis

Für die "Flexible Grundschule" waren an der Schnaittenbacher Grundschule in den Ferien diverse Umbaumaßnahmen nötig. Schulleiterin Michaela Bergmann, Hausmeister Gerald Dagner und stellvertretender Bürgermeister Uwe Bergmann (von links) machten sich ein Bild vor Ort. Bild: ads
Lokales
Schnaittenbach
01.09.2014
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Groß ist die Freude bei der Leiterin der Grund- und Mittelschule, Michaela Bergmann: Sie hat auf ihre Bewerbung für die Installation des Gemeinschaftsprojekts "Flexible Grundschule" vom Kultusministerium und der Stiftung Bildungspaket Bayern eine Zusage erhalten. Damit ist ihre neben der Lauterach-Grundschule in Hohenburg die zweite im Landkreis, an der dieses Projekt realisiert wird.

Drei Jahre wurde das Vorhaben im Modellversuch erfolgreich getestet und wird nun mit normalen Regel- und jahrgangsgemischten Klassen gleichgestellt.

Für die Installation der "Flexiblen Grundschule" für drei Kombiklassen 1/2 mit 70 Kindern mussten diverse Umbaumaßnahmen in Schnaittenbach in den Ferien gemeistert werden. "Individualität und Flexibilität in der Förderung der Begabung der Kinder sind wesentliche Ziele der bayerischen Bildungspolitik, die in dem Projekt gerade in den ersten Schuljahren gewährleistet sind", betonte Michaela Bergmann. Sie informierte, dass aufgrund des großen Zuspruchs seitens der Kinder, der Lehrer und der Eltern im Modellversuch das Kultusministerium und die Stiftung Bildungspaket ihr Gemeinschaftsprojekt für 60 weitere Schulen für das kommende Schuljahr genehmigt hätten, darunter auch in Schnaittenbach.

Dort ist laut Bergmann die Einrichtung von jahrgangskombinierten Klassen aufgrund der sinkenden Einschulungszahlen für das kommende Schuljahr unumgänglich gewesen.

Enge Zusammenarbeit

So hätten sich Lehrer und Schulleitung entschlossen, sich aufgrund der vielen Vorteile für die Initiative zu bewerben. In dem Projekt "wird in enger Zusammenarbeit mit den Eltern auf die Schüler der ersten und zweiten Klasse individuell eingegangen, um dabei deren Interessen unter Berücksichtigung ihrer jeweiligen Lernentwicklung zu fördern", hob die Schulleiterin hervor.

Sie wies darauf hin, dass die Heterogenität der Schüler in jahrgangsgemischten Klassen als Chance genutzt werde, gezielt von- und miteinander zu lernen. Die Anfänger würden so von Anfang an Unterstützung durch ihre älteren Mitschüler erfahren. Diese wiederum erlebten sich als Könnende, übernähmen Mitverantwortung und gewännen dadurch an Selbstvertrauen in die eigenen Fähigkeiten. Zudem fördere Lernen in altersgemischten Gruppen auch den Erwerb von kognitiven Kompetenzen, sagte Bergmann.

Neue Leistungserhebung

Eine weiterer Vorteil sei, dass die "Flexible Grundschule" an die Vorerfahrungen der Kinder anknüpfe und die vertraute Situation des miteinander Arbeitens und Lernens unterschiedlicher Altersgruppen in den ersten beiden Schuljahren fortführe.

Die Erhebung der individuellen Ausgangslage, darauf abgestimmte Lernangebote, neue Formen der Leistungserhebung, flexible Verweildauer, Bildungs- und Erziehungspartnerschaft mit Eltern sowie die Gestaltung der Übergänge zählte Bergmann als weitere Vorteile auf.
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