Tiere verursachen große Schäden in Schnaittenbacher Jagdrevieren - Abschusspläne erfüllt
Wildschweine eine echte Plage

Mit den Jagdpächtern Dr. Hans Weiß, Andi Weiß, Josef Strobl, Thomas Brinster, Andreas Strobl und Jagdvorsteher Georg Hirsch (von links) wurde der Vertrag um weitere neun Jahre bis 2024 verlängert. Bild: sh
Lokales
Schnaittenbach
25.04.2013
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Die Verlängerung zweier Jagdpachtverträge und die Verabschiedung des Haushalts 2013 standen im Mittelpunkt bei der Jahreshauptversammlung der Jagdgenossenschaft Schnaittenbach in der Gastwirtschaft Saller.

Vor 53 Jagdgenossen verwies Jagdvorsteher Georg Hirsch in seinem Rechenschaftsbericht auf den Schwerpunkt Wegebau allgemein und speziell am Wenzelbergweg sowie Maschinenanschaffungen. Den Jagdpächtern bescheinigte Hirsch eine gute Betreuung der Reviere, sie hätten die Abschusspläne erfüllt.

Kassier Gerhard Dobmeier sprach von einer insgesamt guten Kassenlage. Als größte Ausgabeposten 2012 bezifferte er den Wegebau in Demenricht, am Haarweg, beim Siedlerkreuz und bei der Seblasmühle mit Ausgaben von rund 8100 Euro sowie die Reparatur des Maschinenparks mit etwa 1000 Euro. Georg Hirsch dankte Bürgermeister Josef Reindl für die Freischneidung etlicher öffentlicher Feld- und Waldwege.

Der Bürgermeister zollte der Jagdgenossenschaft Anerkennung für deren umfangreiche Leistungen. Die Stadt beteiligt sich wie bisher mit 30 Prozent an den Wegebaumaßnahmen. Außerdem verbleibt der städtische Jagdpachtschilling wieder in der Jagdgenossenschaftskasse. Reindl plädierte dafür, den Wegebau weiter zu intensivieren. Pfarrer Josef Irlbacher merkte an, dass in der Bibel nichts Nachteiliges gegen die Jagd zu finden sei. Jagdpächter Dr. Hans Weiß verwies darauf, dass der Pachtvertrag für das Rehwildrevier Ost im März 2014 ausläuft. Seit 1950 sei die Familie Weiß Jagdpächter.
Weiß beklagte in seinem Revier einen massiven Rückgang des Wildbestands und große Schäden durch Wildsauen. Zusammen mit seinem Sohn Andi wolle er die Jagdtradition fortsetzen und bat daher um Verlängerung des Jagdpachtvertrags bis 2023 zu einer etwas geringeren Jagdpacht, was die Versammlung fast einstimmig genehmigte.

Eine Änderung im Bezug auf den Mitpächter gab es auch beim Revier West. Andreas Strobl trat aus beruflichen Gründen als Mitpächter seines Vaters Josef Strobl zurück, an seine Stelle tritt Thomas Brinster aus Hirschau. Der Bitte von Josef Strobl auf Verlängerung des Pachtvertrags um weitere neun Jahre bis 2024 wurde einstimmig entsprochen.

Jagdpächter Herbert Fiebak vom Jagdrevier Forst bestätigte ein gutes Auskommen mit den Landwirten. Im Jahr 2012 seien in den drei Revieren insgesamt 22 Sauen erlegt worden. Das Schwarzwild bezeichnete er als Hauptproblem, da es große Schäden verursache und damit höhere Entschädigungen auf die Jagdpächter zukämen. Exakt nachgekommen sei man dem vorgegebenen Rehwildabschuss. Zustimmung fand der Vorschlag von Jagdvorsteher Georg Hirsch über die Verwendung des Jagdpachtschillings. Hirsch kündigte eine Waldbegehung des Reviers Forst für Donnerstag, 9. Mai, an.
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