Bau- und Umweltausschuss des Stadtrats Schnaittenbach tagt: Freie Bahn fürs Surfen im Naturbad

Schnaittenbach
17.03.2017 - 20:10 Uhr

Aktuelle Fußballergebnisse im Schnaittenbacher Naturerlebnisbad oder auf dem Campingplatz per Tablet oder I-Phone abrufen - das ist ab dem kommenden Jahr kein Problem mehr. Der Bau- und Umweltausschuss des Stadtrats gab dafür einstimmig grünes Licht.

Entlang des vorhandenen Handlaufs soll auf Antrag der CSU-Fraktion im Schnaittenbacher Naturerlebnisbad eine Zustiegsrampe für Rollstuhlfahrer eingebaut werden. Dafür sprach sich der Bauausschuss bei einer Ortsbesichtigung aus. Bild: usc

Das Gremium befürwortete in seiner Sitzung auch den Einbau eines barrierefreien Zugangs für Rollstuhlfahrer zum Schwimmbecken, eine Verbesserung der Beleuchtung am Campingplatz und eine stufenweise Sanierung der Sanitäranlagen in der Schulturnhalle.

Für eine WLAN-Versorgung am Campingplatz und die Einrichtung der notwendigen Hotspots hatte sich der Stadtrat bereits im November 2016 generell ausgesprochen. Die Stadtverwaltung lief aber mit einer entsprechenden Anfrage bei Vodafone ins Leere. Bis zur Sitzung hatte die Firma keine Angaben über die Strom- und Glasfaserkabel gemacht. Daraufhin vereinbarte die Bauverwaltung einen Termin mit einem Subunternehmen der Telekom. Das Ergebnis: Für Grabarbeiten sowie Strom- und Glasfaserkabel würden einschließlich Masten und Verkabelungsarbeiten Kosten von etwa 15 000 Euro anfallen.

Kabel privat verlegt

Doch so leicht geht das nicht. Wie sich herausstellte, ist bei den Tiefbauarbeiten mit massiven Problemen durch die bei den einzelnen Parzellen von Campern privat verlegten Stromkabel zu rechnen. Der Bauausschuss erachtete es für notwendig, zunächst einmal die Dauercamper über das Vorhaben zu informieren, auch um zu klären, wo privat verlegte Kabel liegen. Eine Ausschreibung noch in diesem Jahr hielt der Bauausschuss aus Kostengründen für nicht mehr sinnvoll. Sie wird auf das Winterquartal verlegt, um günstigere Angebot zu erzielen. Ziel ist es, WLAN zu Beginn der Badesaison 2018 anzubieten. Der Ausschuss gab auch grünes Licht für eine verbesserte Beleuchtung am Campingplatz.

Ausführlich befasste sich der Ausschuss mit dem Antrag der CSU-Fraktion auf Einbau einer Rampe für einen barrierefreien Zugang für Rollstuhlfahrer zum Schwimmerbecken im Naturerlebnisbad. Laut Klaus Kittler von der Stadtverwaltung gäbe es eine behindertengerechte Lösung, die allerdings nicht den DIN-Vorgaben entspricht. Er schlug eine rutschfeste Blechrampe vor, die etwa 2700 Euro kostet. Der Ausschuss beschloss den Einbau einstimmig.

Mit Schimmelbefall in den Duschen sah sich der Bauausschuss beim Ortstermin im Sanitärbereich der Doppelsporthalle konfrontiert und zu raschem Handeln gezwungen. Das Gremium empfahl dem Stadtrat die abschnittsweise Sanierung der WC- und Duschanlagen. Bereits für dieses Haushaltsjahr sollten 15 000 Euro bereitgestellt werden. Ab 2018 sollen weitere 15 000 bis 20 000 Euro pro Jahr eingeplant werden.

Der Ausschuss billigte den Kauf einer Funksteuerung zur Messung und Überwachung des Hochbehälters. Der Grund: Die Verbindung vom Wasserwerk Schnaittenbach zum Hochbehälter ist seit ein paar Wochen unterbrochen. Nach Auskunft der Verwaltung wird das Steuerkabel immer wieder durch Blitzeinschlag beschädigt. Die beschlossene Anlage soll nun Abhilfe schaffen.

Ein gutes Ergebnis

Ein laut Bürgermeister Josef Reindl gutes Ergebnis brachte die Ausschreibung für die Neugestaltung Auf der Loh. Der Ausschuss empfahl dem Stadtrat die Vergabe in Höhe von 596 833 Euro an den günstigsten Bieter, mit dem man schon im Baugebiet Ostfeld gute Erfahrungen gemacht habe. Schließlich sprach sich das Gremium für fünf Doppelbrennstellen Auf der Loh und zwei Brennstellen an der Dr.-Carl-Eibes-Straße aus. Diese Lampen erlauben eine Nachtabsenkung um 50 Prozent.

Schlechte Chancen

Keine wesentlich neuen Aspekte ergaben sich hinsichtlich der Bauleitplanung am Kalvarienberg in Kemnath, wo nun statt vier nur mehr drei Bauparzellen in der Diskussion sind. Allerdings steht nach Informationen in der Bauausschusssitzung noch die Prüfung des Antrags durch die Ortsplanungsstelle der Regierung der Oberpfalz aus. Aufgrund der in der Beteiligung der Träger öffentlicher Belange vorgebrachten Einwände sind nach Angaben der Verwaltung die Chancen nicht gut, diesen Bebauungsplan genehmigt zu bekommen. Zumal die Stadt zwölf Parzellen Leerstand im Gebiet Am Sportplatz vorrätig hält. (usc)

 

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