05.04.2018 - 20:00 Uhr
SchnaittenbachOberpfalz

CSU möchte weitere Ansiedlungen möglich machen Gewerbeflächen werden knapp

Auf die wirtschaftliche Entwicklung einer Gemeinde zu setzen ist das Eine. Es setzt aber voraus, dass es auch möglich ist.

Zusammen mit Bürgermeister Sepp Reindl (links) machen sich bei der Firmengruppe Hirsch bei einer Betriebsführung von Stefan Hirsch (Vierter von links) Schnaittenbachs CSU und deren Stadtratsfraktion vor Ort ein Bild über Erweiterungsmöglichkeiten. Bild: nag
von Markus NaglerProfil

Die Weiterentwicklung des Gewerbestandorts Schnaittenbach soll Thema der nächsten Stadtratsklausur sein, forderten deshalb die Mitglieder der CSU-Stadtratsfraktion bei einem Ortstermin im Gewerbegebiet Am Scherhübl. Bei der Besichtigung des neuen Standorts der Firmengruppe Stefan Hirsch wurde deutlich, dass es derzeit nur noch wenig frei verfügbare Gewerbeflächen in der Stadt gibt. Hirsch - selbst CSU-Stadtrat - führte durch die neuen Gebäude seines Unternehmens und skizzierte seine weiteren Pläne. Zu den bisherigen Betärigungsfeldern Transporte und Erdarbeiten seien die Bereiche Immobilien und Logistik dazu gekommen, betonte er. Die Anzahl der Mitarbeiter und der Platzbedarf hätten deshalb stetig zugenommen.

Im vergangenen Jahr siedelten sich im Schnaittenbacher Osten weitere Gewerbebetriebe an und bestehende Betriebe erweiterten. "Dieser verstärkte Bedarf an Gewerbegrundstücken hat nun dazu geführt, dass nur noch wenige Gewerbeflächen, die sich im Eigentum der Stadt befinden, verfügbar sind", machte Bürgermeister Sepp Reindl deutlich. Konjunkturbedingt, so Ortsvorsitzender Marcus Eichenmüller, könne die weitere Nachfrage an Gewerbeflächen optimistisch beurteilt werden. Daher habe die CSU beantragt, konkrete Planungsschritte in Richtung weiterer Gewerbeflächen einzuleiten. Hierzu gehöre vor allem die Auslotung der Verkaufsbereitschaft bei Arealen in Privatbesitz, aber auch insbesondere die Prüfung und Abstimmung mit den zuständigen Behörden hinsichtlich der Bebaubarkeit und Erschließung potenzieller Flächen.

Auch wenn akut kein Bedarf an neuen Flächen bestünde, da noch einige Parzellen frei seien, möchten die CSU-Stadträte rechtzeitig vorbauen. "Jetzt geht es darum, dass wir uns für künftige Anfragen wappnen", betonte Stadtrat Christian Müller und stellte fest, dass für eine Gewerbeansiedlung mit einem Bedarf über einem halben Hektar Grund keine Flächen mehr verfügbar seien.

Die Fraktion plädierte für eine mittel- bis langfristige Planung. Konkret wurden Areale rund um das bestehende Gewerbegebiet für eine nähere Betrachtung vorgeschlagen. Denn eine Verkehrsanbindung direkt über die B 14 sei hier relativ unproblematisch. Kreisrat Fredi Weiß hielt diesen Ansatz für erstrebenswert, da dann die Ortsdurchfahrt nicht mit dem Verkehr zu den Autobahnen A 6 und A 93 belastet werde.

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