27.08.2017 - 15:10 Uhr
SchnaittenbachOberpfalz

SPD-Fraktionschef Markus Rinderspacher in Schnaittenbach Weniger Bürokratie in der Schule

Diese Gelegenheit nutzten mehrere Leiter und Personalräte aus Schulen im Landkreis: Mit dem Vorsitzenden der SPD-Landtagsfraktion, MdL Markus Rinderspacher, diskutierten sie in Schnaittenbach über Bildungspolitik.

Vertreter der Politik, allen voran SPD-Landtagsfraktionsvorsitzender Markus Rinderspacher (Dritter von links), diskutierten im Schnaittenbacher Kräutergarten mit Bildungsfachleuten. Bild: exb
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Amberg-Sulzbach. MdL Reinhold Strobl hatte Rinderspacher nach Schnaittenbach geholt. Kreisvorsitzender Uwe Bergmann hatte im Kräutergarten eine Gesprächsrunde organisiert, die Garten-Betreuer Willi Meier und sein Team ermöglichten.

Bergmann trat dafür ein, den Schulen mehr Freiraum und Eigenverantwortung zu geben, anstatt bürokratische Hürden aufzubauen. Um alle verfügbaren Stunden und Lehrer an Grund- und Mittelschulen einsetzen zu können, sollte als Sofortmaßnahme die Schul-Evaluation befristet ausgesetzt werden. Pädagogen, die eine Lotsentätigkeit an der Schnittstelle zwischen Grundschule, Realschule und Gymnasium ausüben, sollte man an den Grundschulen belassen. Fachkompetenz repräsentierten in dieser Runde die Personalräte von BLLV (Bayerischer Lehrer- und Lehrerinnenverband) und GEW (Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft) sowie die Schulleiter Edith Ruppert-Groher, Albert Schindlbeck, Peter Danninger, Birgit Härtl, Michaela Bergmann und Gabi Mutzbauer, für die Politik neben den Abgeordneten Markus Rinderspacher und Reinhold Strobl und Kreisvorsitzendem Uwe Bergmann auch Bezirksrat Richard Gaßner und Bundestagskandidat Johannes Foitzik.

Gespräche zwischen den Verbänden und Vertretern der Politik finden regelmäßig statt. Rinderspacher erinnerte an gemeinsame Aktionen, etwa zu Büchergeld und Studiengebühren. Tenor der Anwesenden war: "Wir wollen unsere Arbeit gut machen. Wir wollen unsere Schule so positiv wie möglich gestalten und das Beste für die Kinder herausholen." Die Veränderungen im Aufgabenbereich der Schulleitungen seien enorm und es kämen ständig neue Herausforderungen dazu - angefangen von gebundener und offener Ganztagesbetreuung über Inklusion bis zur Integration der Flüchtlingskinder.

Viele Themen diskutiert

Viele Themen wurden in Schnaittenbach angesprochen: Lehrerversorgung und -gesundheit, Stundenzuteilung, Schulverwaltung, mobile Reserven, Sportunterricht, Digitalisierung, Arbeitsgemeinschaften (AGS-Stunden) und Schulsekretärinnen.

MdL Reinhold Strobl, Mitglied im Haushaltsausschuss, bedauerte dass Letztere oft "hinter runterfallen" würden. Nicht nur, dass sie meist nur wenige Stunden arbeiten dürften, auch bei der Einstufung mangele es. Hier bestehe Handlungsbedarf. Der Leiter einer Grund- und/oder Mittelschule mit 300 Schülern müsse immer noch die Hälfte der Unterrichtpflichtzeit leisten. Große Probleme bereite den Schulleitungen auch die Personalknappheit, so dass nicht nur in Zeiten von Grippewellen eine hohe Zahl an Vertretungsstunden anfallen, die die gesunden Lehrer bis zur Belastungsgrenze fordern.

Markus Rinderspacher versprach, viele der diskutierten Themen mitzunehmen und in das Parlament einzubringen. Zahlreiche Anträge würden auch bisher schon zeigen, dass die SPD die Situation an den Schulen ernst nehme.

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