06.04.2018 - 15:34 Uhr
SchnaittenbachOberpfalz

Stadtrat Schnaittenbach bezuschusst Umbau eines prägenden Gebäudes Stadt steckt Geld in die Hütte

Die Buchberghütte - sie gibt Schnaittenbach ein Alleinstellungsmerkmal. Und auch die Stadt selbst wäre ohne sie nur schwer vorstellbar. Freilich hat der Unterhalt des Gebäudes auch seinen Preis, wie in der Stadtratssitzung deutlich wird.

Der Heimat- und Volkstumsverein Ehenbachtaler als Eigentümer erhält für die Dacherneuerung am Altbau der Buchberghütte einen Zucshuss der Stadt Schnaittenbach. Bild: e
von Klaus HöglProfil

Dem Gremium lag ein Zuschussantrag des Heimat- und Volkstumsverein Ehenbachtaler als Eigentümer für die Dacherneuerung am Altbau vor. Deren Gesamtkosten liegen laut Angebot bei exakt 13 275 Euro. Der Stadtrat gab geschlossen dem Antrag des Vereins statt und genehmigte als Erbbaurechtsgeber einen Baukostenzuschuss in Höhe von 900 Euro für die Maßnahme.

Zwölfmal ja und einmal nein - das war das Abstimmungsergebnis, als es bezüglich der bayerischen Breitbandrichtlinien um den Einstieg in das Auswahlverfahren mit den vorgestellten Gemeindeteilen und Gehöften im Zuge einer Gesamtausschreibung ging. Bürgermeister Josef Reindl hatte zum Komplex Förderverfahren Breitbandausbau im Stadtgebiet zwei Vertreter die Firma Breitbandberatung eingeladen.

Walter Huber erläuterte den Entwurf der Erschließungsgebiete. Durch die Inanspruchnahme des sogenannten Höfe-Bonus' stünden der Stadt noch Fördermittel in Höhe von 1 292 000 Euro zur Verfügung, sagte er. Um die Fördermittel in dieser Höhe auszureizen, müsste die Stadt noch einen Eigenanteil von rund 323 000 Euro aufbringen. Der Referent schätzte die Kosten für die geplanten Erschließungen auf bis zu 400 000 Euro, bei der Ausschreibung sei auch eine Deckelung auf 500 000 Euro möglich. Huber appellierte an den Stadtrat, diese Möglichkeit der Förderung zu nutzen.

Stadtrat Josef Werner (CWU) war der Auffassung, dass auch Sitzambuch angeschlossen werden müsse, wenn Demenricht ein Glasfaserkabel bekommt. "Die Erschließung mittels Funk funktioniert nämlich nicht", stellte er fest. Auch die Buchberghütte will er in die Überlegungen mit einbezogen haben. Walter Huber führte dazu aus, dass man grundsätzlich keinen Einfluss auf die Erschließungsart habe, doch bei 150 Megabits pro Sekunde (Mbit/s) sei von einem Ausbau mit Glasfaser auszugehen.

Stadtrat Markus Nagler (CSU) monierte, dass die "weißen Flecken" beispielsweise am Forst Im Fahrholz in der vorgelegten Karte nicht vollständig erfasst seien, da müsse man nachhaken. Den Bürgern sei nicht zu vermitteln, dass es in der Buchberghütte und in Sitzambuch eine Versorgung mit 150 Mbit/s gebe, in Schnaittenbach selbst aber nicht. Dietmar Krisch sagte dazu, dass die Telekom für den alten und neuen Forst einen eigenwirtschaftlichen Ausbau erklärt habe. Auf Anfrage von 3. Bürgermeister Manfred Schlosser (FWG) erklärte der Referent, dass in Sitzambuch die vorhandenen Rohre mit 100 Millimetern Durchmesser für eine Erschließung genutzt werden könnten und wohl die Straße nicht mehr geöffnet werden müsse.

Stadtrat Manfred Birner (CWU) äußerte die Befürchtung, dass bei einer Erschließung möglicherweise die geforderten Übertragungsraten nicht erreicht werden könnten. Walter Huber sprach sich gegen eine von Markus Nagler (CSU) favorisierte Einzelausschreibung aus. Schließlich habe der Stadtrat beschlossen, in eine Gesamtausschreibung einzusteigen.

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