13.03.2018 - 20:00 Uhr
Schnaittenbach

65. Todestag von Schnaittenbachs Ehrenbürger Georg Landgraf Am Grab eines Chronisten

Er war Heimatforscher, Gründer des Buchbergfestes und Ehrenbürger der Stadt Schnaittenbach: Georg Landgraf. Zu seinem 65. Todestag besucht der Trachtenverein sein Grab.

Mit Bürgermeister Sepp Reindl (rechts) besuchen die Vereinsmitglieder der Ehenbachtaler das Grab von Georg Landgraf anlässlich dessen 65. Todestages. Bild: sh
von Autor SHProfil

Mit einem Gottesdienst in der Stadtpfarrkirche, den Pfarrer Josef Irlbacher zelebrierte, und einem Grabbesuch gedachten Bürgermeister Sepp Reindl sowie der Heimat- und Volkstumsverein Ehenbachtaler des Heimatforschers Georg Landgraf. Anlass war der 65. Todestag des Heimatforschers, Buchbergfestgründers und Ehrenbürgers von Schnaittenbach. In stillem Gedenken und Gebet verharrten das Stadtoberhaupt und die in Vereinstracht erschienenen Vorstände der Ehenbachtaler, Sepp Werner, Sepp Lang und Ewald Großmann, mit vielen Trachtlern an Landgrafs letzter Ruhestätte.

Sepp Werner rief die vielen Verdienste des Verstorbenen in Erinnerung. Obwohl Landgraf über fünf Jahrzehnte als Lehrer und Studienrat in München wirkte, sei er "zeitlebens ein Schnaittenbacher und Oberpfälzer geblieben". Er war Mitbegründer des Buchbergfestes, er verfasste Heimatgedichte und komponierte Heimatlieder. Er war Maler und Ideengeber für Schnaittenbacher Straßennamen, er stiftete die Lourdesgrotte am Kirchenvorplatz, initiierte die Gründung des damaligen Vereins "Die Buchberger" und hatte die Idee, einen Friedensturm am Buchberg zu errichten.

wäre, was Erforschung und Aufzeichnung der Vergangenheit anbelangt, arm dran, hätte es nicht Georg Landgraf gegeben. Als 29-jähriger Volksschullehrer verfasste er heimatkundliche Schriften wie die Monographie von Dorf und Schloss Holzhammer, Eichenberg und Buchberg - zwei Weihestätten der Deutschen in der Oberpfalz. Er verfasste 1908 die erste gebundene Schnaittenbacher Ortschronik. Durch seine jahrelange Forschungsarbeit sei es Landgraf gelungen, "den vielseitigen Wert der Heimat aufzuzeigen und den Menschen die Augen zu öffnen für Heimat- und Geschichtspflege", hieß es. Seine Werke seien keine bloße wissenschaftliche Abhandlung, sondern Heimatbücher, "mit denen er sich weit über seinen Tod hinaus ein bleibendes Denkmal gesetzt hat". In Schnaittenbach erhalten die Ernennung zum Ehrenbürger, der Georg-Landgraf-Platz, das Landgraf-Denkmal am Buchberg und die Gedenktafel an seinem Geburtshaus die Erinnerung an ihn wach. Die Stadt werde, wie in den zurückliegenden Jahrzehnten, auch in Zukunft Landgrafs letzte Ruhestätte pflegen, versprach Bürgermeister Sepp Reindl.

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