17.10.2017 - 15:18 Uhr
SchnaittenbachOberpfalz

Bauarbeiten für die Ortsumgehung von Mertenberg beginnen Im Sommer 2019 rollt Verkehr

Ein Kilometer Straße, ein Brückenbauwerk und Kosten von rund 3,2 Millionen Euro - damit wird Mertenberg spätestens bis zum Sommer 2019 wesentlich entlastet. Bürgermeister Josef Reindl denkt da noch weiter und will im Zuge der Dorferneuerung den Ortskern von Mertenberg neu gestalten.

Ortstermin anlässlich des Baubeginns der Umgehungsstraße von Mertenberg mit Bürgermeister Josef Reindl (links), Leitender Baudirektor Josef Kreitinger (Zweiter von links), MdL Harald Schwartz und Bauoberrat Stefan Noll (Fünfter und Sechster von links), MdL Reinhold Strobl (Fünfter von rechts), Leitender Baudirektor Henner Wasmut (Dritter von rechts) und Bürgermeister Uwe Bergmann (rechts). Der alte Ahornbaum im Hintergrund, der unmittelbar neben der geplanten Brücke steht, wird bei den Bauarbeiten geschont
von Autor GFRProfil

Mertenberg. Bis zur Jahrtausendwende reichen die ersten Überlegungen zurück, den Ort Mertenberg mit einer Umgehungsstraße zu entlasten. Anlässlich des Beginns der Baumaßnahmen hatte Bürgermeister Reindl zu einem Ortstermin eingeladen. Die Straße von Freudenberg nach Kemnath sei gerade in Mertenberg schmal und kurvenreich, sagte er. Abhilfe sei dringend notwendig. In gut zwei Jahren werde der Verkehr an der Ortschaft vorbei geführt. In diesem Zusammenhang sollte daran gedacht werden, die Ortsmitte bei einer Dorferneuerung aufzubessern.

Entlastung dringend nötig

Die beiden Landtagsabgeordneten Harald Schwartz (CSU) und Reinhold Strobl (SPD) stellten übereinstimmend fest, dass der Ort dringend entlastet werden müsse und der Freistaat Bayern derartige Maßnahmen fördere. Leitender Baudirektor Henner Wasmut erinnerte daran, dass für die Ortsumgehung von Mertenberg trotz anfänglicher Probleme der notwendige Grunderwerb abgewickelt werden konnte. Nun würden die Baumaßnahmen zügig in Angriff genommen. Der Sachgebietsleiter für Straßen- und Brückenbau bei der Regierung der Oberpfalz, Leitender Baudirektor Josef Kreitinger, unterstrich ebenfalls, "dass die enge Straße durch Mertenberg nicht mehr tragbar und eine Ortsumgehung dringend notwendig ist".

Wichtige Verbindung

Laut Bauoberrat Stefan Noll ist die Staatsstraße 2399 eine wichtige regionale Verbindung zwischen Amberg und dem östlichen Landkreis Amberg-Sulzbach sowie dem angrenzenden Landkreis Schwandorf. Auch verbinde die Trasse das Naherholungsgebiet rund um Freudenberg und den Buchberg. Die beengten Straßenverhältnisse in Mertenberg mit einigen unübersichtlichen Hofzufahrten, der nicht frostsichere Ausbauzustand sowie die geringe Straßenbreite von teilweise nur 4,5 Metern und eine Bebauung bis an den Straßenrand seien für die Verkehrssicherheit nicht mehr tragbar.

Eventuell Sprengungen nötig

Gut einen Kilometer lang ist die Ortsumgehung, die künftig an Mertenberg vorbei führt. Dafür werden in den nächsten Wochen gut 50 000 Kubikmeter Erdreich ausgehoben und auf einer südlich von Mertenberg gelegenen, etwa zwei Hektar großen Kompensationsfläche als Füllmaterial verwendet. Schwierige Arbeiten stehen der Baufirma bevor, denn es ist nicht auszuschließen, dass Felsen im Untergrund auch gesprengt werden müssen. Die Straße nach Döswitz muss für längere Zeit komplett gesperrt werden. Denn unmittelbar am südlichen Ortsrand von Mertenberg wird ein Brückenbauwerk mit etwa 25 Metern Stützweite errichtet, mit dem die Gemeindeverbindungsstraße über die neue Ortsumgehung geführt wird. Derzeit laufen die Erdaushubarbeiten. Im Frühjahr 2018 ist der Bau der Brücke vorgesehen. Und wenn sich die restlichen Erdbau- und Asphaltierungsarbeiten nicht außerplanmäßig verzögern, könnte die Ortsumgehung Mitte 2019 für den Verkehr freigegeben werden. (gfr)

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