Besucherandrang beim Pfarrfamilienabend in Kemnath am Buchberg - Kirchensanierung eine ...
Ein Seelsorger, der die Pfarrei versteht

Pfarrgemeinderat und Pfarrer Josef Irlbacher ehrten wertvolle Helfer. Im Bild von links: Kirchenpfleger Anton Gebert, Karin Kaspers, Monika Prüfling, Pfarrer Josef Irlbacher, Franziska Wiederer, Xaver Lang, Gabi Grill, PGR-Sprecherin Roswitha Sebald sowie die Kirchenverwaltungsmitglieder Josef Werner und Manfred Reng. Bild: seb
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Schnaittenbach
12.10.2017
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Kemnath am Buchberg. Das gab es selbst bei dem langjährigen und beliebten Pfarrer Josef Urban in den 80er und 90er Jahren nicht, dass ein Pfarrfamilienabend so viel Zuspruch bei der Bevölkerung fand. Das liege wohl daran, "dass die Pfarrei Kemnath am Buchberg nach 20 Jahren wieder einen Seelsorger hat, der unsere Sprache versteht und auch spricht", vermutete Pfarrgemeinderatssprecherin Roswitha Sebald bei der Begrüßung und hieß Pfarrer Josef Irlbacher aus Schnaittenbach, einen echten Oberpfälzer, besonders willkommen.

Sämtliche führenden Vertreter der kirchlichen Gremien aus Schnaittenbach, Holzhammer und Neuersdorf, ebenso Bürgermeister Sepp Reindl mit Frau und einige Stadträte verfolgten die Bilder-Rückschau von den kirchlichen Höhepunkten der Pfarrei Kemnath am Buchberg in den letzten eineinhalb Jahren. Seit 1. September 2016 ist Kemnath bekanntlich in die Pfarrei Schnaittenbach mit nur einem Seelsorger eingebunden. Unvermeidliche Einschränkungen bei kirchlichen Diensten seien die Folge dieser Entwicklung, betonte die Sprecherin.

Kirchenpfleger Anton Gebert berichtete von den Fernwärmeanschlüssen der Kirche, des Pfarrhofs und Kindergartens mit Kosten von rund 30 000 Euro. Weitere Baumaßnahmen der letzten zwei Jahre seien die Sanierung des Leichenhauses, des Priestergrabes und des maroden Missionskreuzes mit Gesamtkosten von rund 6000 Euro gewesen. Ein Musterurnengrab zur Besichtigung sei ebenfalls errichtet worden.

Ein Schmuckstück

Mit der Feststellung "Unser Friedhof ist jetzt ein Schmuckstück" leitete Gebert auf die Mammutaufgabe der Kirchensanierung über, die kommendes Jahr mit dem Turm starten soll. Die Kostenschätzung der Gesamtmaßnahme belaufe sich laut Aussage des Kirchenpflegers auf über eine Million Euro. Für den Bauabschnitt I "Sanierung und Neugestaltung des Turms" seien rund 450 000 Euro veranschlagt worden. Die Renovierung könne nur unter kräftiger Mithilfe der Bevölkerung gelingen.

Über Aktionen der Ministranten - 35 in der kleinen Pfarrei - informierte Pastoralassistent Andreas Hornauer. Pfarrer Josef Irlbacher gab Erläuterungen über eine mögliche Umstrukturierung des Pfarrgemeinderats der Großpfarrei, da im Februar 2018 Neuwahlen stattfinden. Gespräche mit den einzelnen Gremien sollten zu einer guten Lösung führen.

Verdiente Mitarbeiter

Die Ehrung ausscheidender und verdienter Mitarbeiter in der Pfarrei stand ebenfalls auf dem Programm. 21 Jahre war Karin Kaspers Erzieherin im Kindergarten, davon lange Zeit als Leiterin. Für die Kirchenreinigung und die Wäsche der Altartücher war Franziska Wiederer viele Jahre verantwortlich. Das perfekte Können als Schneiderin von Monika Prüfling ist auch in kirchlichen Angelegenheiten immer wieder gefragt. Xaver Lang war bis zu seinem Unfall Hausmeister im Kindergarten und Gabi Grill war drei Jahre Pfarrgemeinderatssprecherin. Aufgelockert wurde das Programm des Abends durch Lieder des Kirchenchors und einem Sketch des Pfarrgemeinderats. Die Dialoge zweier Kirchenbesucherinnen in der ersten Bank über die Sonntagsmesse waren amüsant pointiert. Inge Gebert und Anita Walter spielten umwerfend gut.
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