18.01.2018 - 17:06 Uhr
SchnaittenbachOberpfalz

Gemeinsamer Neujahrsempfang von Stadt und Pfarrei Schnaittenbach Hohe Schlagzahl in der Herzkammer

Die enge Verbindung von Kirche und Kommune, laut Bürgermeister Josef Reindl die "demokratische Herzkammer", wird in Schnaittenbach auf besondere Weise gelebt. Das kommt beim gemeinsamen Neujahrsempfang der Stadt und der Pfarreiengemeinschaft St. Vitus Schnaittenbach/ St. Margareta Kemnath zum Ausdruck.

Mit flotten bayerisch-böhmischen Klängen sorgt die Ehenbachtaler Trachtenkapelle beim Neujahrsempfang musikalisch für beste Stimmung. Bilder: ads (2)
von Adele SchützProfil

Groß war die Gästeschar, darunter Vertreter aus Politik und Wirtschaft sowie natürlich den kirchlichen Gremien und der Stadt. Aufrüttelnde Ansprachen von Pfarrer und Bürgermeister, flotte bayerisch-böhmische Bläserklänge und rege Gespräche beim Umtrunk machten den Empfang aus.

Die Ehenbachtaler Trachtenkapelle unter Leitung von Norbert Allwang begrüßte die Besucher musikalisch im Vitusheimsaal. Bürgermeister Josef Reindl und seine Stellvertreter Uwe Bergmann und Manfred Schlosser standen am Eingang Spalier und hatten viele Hände zu schütteln. Pfarrer Josef Irlbacher schnitt in seiner Ansprache die Pfarrgemeinderatswahlen in Schnaittenbach und in Kemnath mit zwei gesonderten Gremien an. Hier sind es laut Irlbacher immer wieder engagierte Christen jeden Alters, die sich für unterschiedlichste Dienste und Aufgaben ins Pfarrleben einspannen lassen. "Sehr selbstbewusst dürfen sich alle Ehrenamtlichen im Klaren sein, dass sie mit jedem noch so kleinen Beitrag und meist im kleinen Kreis wie ein Sauerteig das große Ganze durchwirken", betonte Pfarrer Irlbacher.

Der Geistliche machte darauf aufmerksam, dass alle Christen eingeladen, ja verpflichtet seien, die christlichen Werte in Gesellschaft und Politik hineinzutragen. "Christliche Werte zu vertreten, heißt wertschätzende Achtung vor allen Menschen, Bewahrung der Schöpfung und Ehrfurcht vor Gott", erläuterte der Geistliche und blickte besorgt auf die Ausbreitung von Intoleranz, Hetze, Polarisieren, grenzenloser Verachtung und Egoismus. "Als Christen werden wir mit unseren menschenfreundlichen und die Menschen bejahenden Werten mehr denn je gefordert sein, allen anderen widrigen Strömungen in der Gesellschaft entgegenzuwirken", betonte Irlbacher.

Nach einem Blick auf Bayern und die große Welt begab sich Bürgermeister Josef Reindl auf die Gemeinde-Ebene. Er lobte die repräsentative Qualität des Stadtrats bei steigenden Anforderungen, nicht ohne zu betonte, dass man es trotz redlichen Bemühens nicht allen Recht machen könne. 2017 ist es nach seinen Aussagen gelungen, die finanzielle Konsolidierung weiterzuführen, ohne wirklich spürbar etwas einzuschränken zu müssen. Im kommunalen Ausblick auf 2018 erhoffte sich das Stadtoberhaupt eine weitere Verbesserung der Finanzen.

Laut Reindl konnten große Projekte im Tiefbaubereich abgeschlossen werden, etwa Ordnungsmaßnahme Auf der Loh mit dem Ehrenmal, die Dorferneuerung in Sitzambuch, die Sanierung des Fliederwegs, die Baugebietserschließung Ostfeld I mit Spitzgarten und das integrierte städtebauliche Entwicklungskonzept. Das kommunale Investitionsprogramm im Kindergarten St. Vitus und das umfängliche Breitband-Förderverfahren seien am Laufen. Auf den Weg gebracht würden die Planung für die Dorferneuerung in Kemnath mit der energetischen Sanierung des Vereinsheims, der Realisierung der Außensportanlagen der Schnaittenbacher Schule, die Weiterführung der Städtebaufördermaßnahme Bischof-Rosner-Platz, der Abschluss des Abwasserentsorgungskonzepts Trichenricht und das Feuerwehrfahrzeug-Konzept mit der Beschaffung eines Löschfahrzeugs.

Anlass zum Danken

Zum guten Ton beim Neujahrsempfang gehört der Dank an alle, die sich in irgendeiner Weise "ehrenamtlich und ohne betriebswirtschaftliches Kosten-Nutzen-Denken" für die Gemeinschaft einbringen, ob in Kirchen, freiwilligen Organisationen oder in Vereinen. "Sie alle gestalten maßgeblich unsere Stadt, etwa im sportlichen, musischen, kulturellen und politischen Bereich, bei Hilfsaktionen oder ganz unbemerkt im privaten Umfeld", würdigte Bürgermeister Josef Reindl. Zwei Leistungen hob das Stadtoberhaupt besonders heraus: Zum einen Martin Rumpler, der seit 20 Jahren die Nepomuk-Kapelle am Buchberg und deren Umfeld pflegt, zum anderen die örtliche Feuerwehr, die beim Busunfall bei Demenricht, von dem 45 Schulkinder betroffen waren und der glimpflich verlaufen war, in Windeseile in großer Zahl zur Stelle war. (ads)

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