25.08.2017 - 13:36 Uhr
SchnaittenbachOberpfalz

Heimatfest in Mertenberg Am Buchberg seine Mitte finden

In der Idylle des Buchbergs zu feiern, ist ein besonders beeindruckendes Naturerlebnis. Entsprechend groß war der Andrang der Besucher beim Heimatfest in Mertenberg. Ins Leben gerufen vor 60 Jahren, pflegen die Kemnather Buchbergschützen aus seit 30 Jahren diese Tradition.

Vorsitzende Annemarie Meier (Vierte von rechts) von den Buchbergschützen Kemnath ehrte ihren treuen Helferstab für dessen Einsatz beim Heimatfest über 30 Jahre lang.
von Adele SchützProfil

Mertenberg. Bei der Veranstaltung wird am Gipfelkreuz eine Morgenmesse gefeiert, ehe es sich die Teilnehmer in gemütlicher Runde auf dem gepflegten Festplatz unterhalb des Gipfels bei bester Verköstigung und zünftiger Musik gut gehen lassen. So auch in diesem Jahr.

Den kleinen morgendlichen Fußmarsch zum Gipfel des Buchbergs hinauf, nahmen die Gläubigen aus der ganzen Region und darüber hinaus gerne auf sich. Dort zelebrierte Pfarrer Josef Irlbacher bei schönstem Sommerwetter die Messe, die der Kemnather Kirchenchor unter Leitung von Steffi Reichert gestaltete. Vorsitzende Annemarie Meier von den Buchbergschützen freute sich auch über die Anwesenheit von Landrat Richard Reisinger.

Gipfelerlebnis des Glaubens

Pfarrer Josef Irlbacher, der wegen des Heimatfestes extra seinen Urlaub unterbrochen hatte, versprach den zahlreichen Besuchern bei der Waldmesse ein Gipfelerlebnis des Glaubens. Der Geistliche stellte den Schweizer Nationalheiligen Klaus von Flue, der auch als Friedensbringer gilt, in den Mittelpunkt seiner Betrachtungen.

Nach dessen Vorbild würde es den Menschen gut tun, sich vom Alltag von Zeit zu Zeit zurückzuziehen, um für sich und mit Gott zu sein. "Gönn' dir die Stille, wenn du nicht erreichbar für dein alltägliches Umfeld bist und dadurch ansprechbar für Gott wirst. Diese Stille macht dein Leben reicher", appellierte Irlbacher. Das bedeute für ihn: "Mehr Buchberg, wo man die Stille und dadurch die Mitte seines Lebens findet und wo man ganz sich selbst sein darf." Zum Abschluss der Messe sang der Kirchenchor das Buchberglied.

Auf dem Festplatz unter Buchen und Eichen war für die Besucher angerichtet. Als Schirmherr blickte Landtagsabgeordneter Reinhold Strobl auf die Anfänge des Heimatfestes im Jahre 1958 zurück und sang ein Lied auf die Schönheit des Buchbergs. Grußworte sprach auch stellvertretender Bürgermeister Uwe Bergmann.

"Der Herzschrittmacher"

Annemarie Meier hob hervor, "dass die Vereine der Herzschrittmacher für das örtliche Gemeinschaftsleben sind und deren Mitglieder die Batterien". Aus diesem Grund nahm Meier das 30-jährige Bestehen des Festes zum Anlass, all die zu ehren, die drei Jahrzehnte dazu beigetragen haben, "dass das Fest klappt". Hans Schuh, Helmut Piehler, Hans Birner, Rosmarie Piehler, Hans Herrmann, Resi Ketzer, Karl Ketzer, Christa Birner, Alfons Bierler, Christa Birner, Georg Weber, Hubert Grill, Marianne Reng, Inge Aurich, Richard Aurich und Xaver Meier wurden für ihren jahrelangen Einsatz für das Heimatfest ausgezeichnet.

Für den gemütlichen Teil des Mertenberger Heimatfestes hatten die Damen des Kemnather Schützenvereins ab den frühen Morgenstunden rund 500 Kartoffelknödel gedreht, die in drei großen Zubern direkt am Festplatz gekocht wurden. Ebenso mussten großen Mengen an frischem Salaten erst geschnippelt und dann angemacht werden. Die Männer waren für die Zubereitung des Bratens zuständig, der pünktlich zur Mittagszeit am Festplatz angeliefert wurde und komplett wegging.

Nachmittags stand zum Haferl Kaffee ein gut bestücktes Kuchenbüfett bereit. Die Herren grillten Bratwürstl, Steaks und Forellen, und das Buchberg-Echo spielte dazu zünftig auf. Abends gab es bei einer großen Verlosung zahlreiche Preise zu gewinnen. So gingen 150 Euro an Xaver Meier, ein halbes Reh an Marianne Reng und ein Rehschlegel an Birgit Schmidbauer.

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