Jahreshauptversammlung der Haflingerzüchter und Pferdefreunde Kemnath a.B.
Haflingerzucht als Aufgabe

Die Geehrten mit Ehrennadeln und Urkunden mit Vorsitzendem Lorenz Gebert (links), seinem Stellvertreter Robert Zimmermann (Sechster von links), Verbandsvorsitzendem Hubert Berger (Zweiter von links) und dem Bürgermeister der Stadt Schnaittenbach, Josef Reindl (Dritter von rechts). Bild: nib
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Schnaittenbach
07.01.2017
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Die Haflingerzucht als Kernaufgabe des Vereins war sowohl bei der Jahreshauptversammlung als auch bei weiteren Treffen zentrales Thema. Außerdem konnte der Verein bei der Jahreshauptversammlung zahlreiche Vereinsmitglieder ehren.

Kemnath am Buchberg. (nib) In seinem Rechenschaftsbericht konnte Vorsitzender Lorenz Gebert, Pirk, mit 213 Mitgliedern, darunter 147 aktive Züchter und 66 passive Mitglieder, einen Höchststand vermelden. Die Besuchszahlen blieben 2016 bei der Jahreshauptversammlung und den monatlichen Haflinger-Stammtischen konstant.

Der Verein stellte sich seiner Kernaufgabe "Förderung der Haflingerzucht" mit den monatlichen Züchterreferaten von Dr. Susanne Tröster aus Hirschau mit "EIA-Infektion und Symptome und was dann?" und von Claus Herrmann aus Ursulapoppenricht mit "Versicherungen für Pferde: Was muss? Was kann?".

Zudem bildeten die aufgelegten Züchterprogramme einen finanziellen Anreiz für jeden Züchter mit erfolgreichen Leistungsprüfungen, Bedeckungen, Stutbucheintragungen und Hengstkörungen. Der alljährliche Pfingstritt, auch wenn er in diesem Jahr verregnet war, dient der Pflege der Kultur und dem Erhalt des christlichen Brauchtums in der Oberpfälzer Heimat.

Der zweite Vorsitzende Robert Zimmermann erinnerte chronologisch an alle besuchten Pferderitte, Vereinsfeste, kirchlichen Veranstaltungen und die Vereinsfeiern des Jahre 2016. Zuchtleiter und Hengsthalter Hans Weich aus Hirschau berichtete, dass die Zahl der Bedeckungen und der Fohlengeburten erfreulicherweise leicht zugenommen hat, obwohl die eingetragenen Stuten immer weniger werden. "Der Mitgliederstand hat einen Höchststand seit Vereinsgründung erreicht", stellte Gebert fest. Acht Mitglieder wurden mit dem Vereinsehrenzeichen in Bronze für 15 Jahre Mitgliedschaft und zehn Mitglieder mit der Vereinsehrennadel in Silber für 25 Jahre geehrt.

Lob vom Bürgermeister

Der Haflingerverein und der traditionelle Pfingstritt genießen ein Alleinstellungsmerkmal für die Stadt Schnaittenbach und die weite Umgebung, stellte Bürgermeister Josef Reindl fest. Die Haflingerpferde mit ihren weißen Mähnen und der Verein mit seinen Aktivitäten würden immer beliebter. In guter Erinnerung sind ihm immer noch die gelungenen Festlichkeiten bei den beiden Jubiläen: 50. Pfingstritt 2015 und 50. Geburtstag des Vereins 2016. Für die Zukunft wünschte Reindl beste züchterische Erfolge.

In seinem Züchterreferat mit dem Thema "Die Zuchtverbände im Wandel der Zeit" stellte Hubert Berger, der Vorsitzende des Pferdezuchtverbandes Niederbayern/Oberpfalz, fest, dass die Zahl der Pferde sich wie eine Wellenlinie bewegt: Ab 1965 verschwanden viele Pferde von den Höfen, ab 1990 erforderte die zunehmende Reiterei wieder einen erhöhten Pferdebedarf, und seit 2010 sinkt die Stutenzahl auf einen Tiefstand. Die bäuerliche Zucht ist weggebrochen, und die sogenannte "New Generation" unter den Züchtern sieht in der Pferdezucht vor allem die Chance zum Geldverdienen.

Bei schwindenden Mitgliederzahlen mussten die Landesverbände fusionieren oder wie der Pferdezuchtverband Niederbayern/Oberpfalz die Geschäftsführung nach München zum Landesverband bayerischer Pferdezüchter verlegen. Er schloss mit seiner Einschätzung: "Ich habe keine Bange um die Haflingerzucht vor allem in der Oberpfalz und sehe hoffnungsvolle Zuchtergebnisse gerade hier in Kemnath."

Von den Mitgliedern des Vereins wurde der Verbandsvorsitzende Hubert Berger aufgefordert, wieder die bäuerliche Zucht auf dem Lande zu forcieren und zu fördern und den "Möchte-gern-Züchtern" Einhalt zu gebieten. Auch sollten bei Zuchtschauen und Ausstellungen die prämierten Pferde besser vorgestellt und ins Blickfeld gerückt werden.

Ehrungen15 Jahre sind dabei: Ulrike Schorner (Hirschau), Katinka Weich (Hirschau), Hans Gschrei (Schwarzhofen), Thomas Götz (Matzlesberg), Erhard Pickel (Schnellersdorf), Anneliese Bauer (Schmidgaden), Martin Kiener (Glaubendorf) und Robert Gschrei (Schwarzhofen).

25 Jahre sind dabei: Tanja Reng (Amberg), Thomas Reng (Mertenberg), Erwin Wittmann (Ursensollen), Johanna Six (Schnaittenbach), Georg Kick (Oberwildenau), Johannes Ried (Friebertsheim).

Markus Bierler (Mertenberg), Christa Gebert (Pirk), Martin Münch (Sulzbach-Rosenberg) und Josef Six (Schnaittenbach).
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