07.02.2018 - 16:26 Uhr
Schnaittenbach

Jahreshauptversammlung des Geflügelzuchtvereins Schnaittenbach-Hirschau Auf Geflügelschauen lauert der Tod

Sehr positiv fällt die Bilanz des Geflügelzuchtvereins Schnaittenbach-Hirschau für 2017 aus. Einziger Wermutstropfen ist die Jungtierkrankheit bei den Tauben, die große Tierverluste zur Folge hat.

Stellvertretender Bürgermeister Uwe Bergmann (links) ehrt zusammen mit Vorsitzendem Gerhard Heindl (rechts) langjährige Mitglieder des Geflügelzuchtvereins Schnaittenbach-Hirschau (ab Zweiter von links): Elmar Kral, Josef Hirsch, Hans Strobl und Alfons Heindl. Bild: ads
von Adele SchützProfil

Vorsitzender Gerhard Heindl schnitt dieses Thema gleich zu Beginn der gut besuchten Jahreshauptversammlung an. Die Jungtierkrankheit bei Tauben breite sich zunehmend aus, informierte er: "Sie lauert auf den Geflügelschauen, und es gibt bisher kein wirksames Mittel dagegen." Diese akut und schnell verlaufende Krankheit betreffe nur junge Tauben, die nach Befall daran an Schwäche eingehen. Die Ansteckungsgefahr unter den Tieren sei sehr hoch, dementsprechend hoch seien die Verluste bei Ausbruch der Krankheit. "Die Folge ist, dass viele Züchter nur noch ihnen sehr wichtige Ausstellungen beschicken, damit sie die Tierverluste so gering wie möglich halten", zeigte sich Gerhard Heindl besorgt.

Als erfreulich wertete er, dass es um die Vogelgrippe, mit der die Geflügelzüchter in den vergangenen Jahren schwer zu kämpfen gehabt hätten, in der vergangenen Schausaison verhältnismäßig ruhig geworden sei. Erfreut zeige sich der Vorsitzende, dass durch Neuaufnahmen die Mitgliederzahl von 234, darunter 22 Jungzüchter, auf dem Stand des Vorjahrs habe gehalten werden können.

Wie Heindl sagte, geben die ausgezeichneten Ergebnisse der Mitglieder bei der eigenen Lokalschau und den Ausstellungen in Straubing und Neudrossenfeld sowie den Sonderschauen der einzelnen Rassen Anlass zur Freude. Zu den Höhepunkten 2017 zählte er neben der 8. Kaolinpottschau mit Gruppenschau Vilseck und Steigerkröpfer-Sonderschau die Feiern zu Ostern und Weihnachten sowie das Gockerlfest. Heindl bedankte er sich bei allen, die ihm in seinem ersten Jahr als Vorsitzender mit Rat und Tat zur Seite gestanden haben.

Schatzmeister Max Heindl berichtete, dass der Geflügelzuchtverein Schnaittenbach-Hirschau finanziell auf gesunden Beinen steht. Aufgrund der guten Kassenlage genehmigten die Mitglieder den Antrag auf Erweiterung der Heizungsanlage.

s stellvertretender Bürgermeister Uwe Bergmann lobte das große Engagement der Züchter, gerade auch angesichts Vogelgrippe und Jungtierkrankheit. Zusammen mit Vorsitzendem Gerhard Heindl ehrte er Elmar Kral und Alfons Heindl für 50 Jahre Vereinstreue, Josef Hirsch und Hans Strobl für 60 Jahre Mitgliedschaft.

Abschließend wies Gerhard Heindl noch wies auf das Gockerlfest im Juli und die im Oktober stattfindende 9. Kaolinpottschau mit angeschlossener Gruppenschau des Geflügelzuchtvereins Vilseck sowie Hauptsonderschauen der weißen und schwarzen Zwerg-Wyandotten hin. Bei letzterer kommen die Züchter der beiden Farbschläge aus ganz Deutschland nach Schnaittenbach.

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