27.03.2018 - 12:00 Uhr
Schnaittenbach

Neuer Kreuzweg in der Pfarrei St. Vitus Schnaittenbach wird eingeweiht 15 schlichte Metallkreuze

"Was lange währt, wird endlich gut" - dieser Spruch trifft ganz bestimmt auf den Freiluft-Kreuzweg der Pfarrei St. Vitus zu. Bei herrlichem Frühlingswetter wird die Anlage eingeweiht.

Stadtpfarrer Josef Irlbacher, Initiator Hans Grieger und Bürgermeister Josef Reindl (von links) bei der Einweihung des neuen Kreuzwegs. Bild: sh
von Autor SHProfil

Über 100 Gläubige hatten sich eingefunden, als Initiator Hans Grieger in seiner Rückschau auf das Sprüchl am Eingangskreuz beim Lindenbaum verwies: "Im großen Tempel der Natur, findest du des großen Gottes Spur, doch willst du ihn noch größer sehn, dann mußt du seinen Kreuzweg gehn." Alle Orte in der Umgebung besitzen laut Grieger seit Jahrzehnten einen Kreuzweg, der an das Leiden Jesu erinnert, die Pfarrei St. Vitus Schnaittenbach dagegen nicht.

Josef Reiß wollte schon vor 50 Jahren einen Kreuzweg errichten, aber ohne Erfolg. Und auch Hans Grieger ist vor 25 Jahren mit seiner Idee, den Schneinderweg entlang der Kreisstraße AS 19 bis hinauf zur Löwenhöhe zu verlängern, einen Kreuzweg anzulegen und im Dreieck bei den Straßenabzweigungen nach Hainstetten und Demenricht eine Kreuzigungsgruppe zu installieren, an Behördenvorschriften, fehlendem Grunderwerb und zu hohen Investitionskosten gescheitert.

Grieger hat im Vorjahr die Idee eines Kreuzwegs wieder aufgegriffen und dafür den städtischen Weg vom Lindenbaum bis zur Gräßmann-Kapelle ins Auge gefasst. Stadtpfarrer Josef Irlbacher, Bürgermeister Josef Reindl, Kirchenpfleger Martin Nagler und Pfarrgemeinderatssprecherin Helene Schorner sicherten ihre Unterstützung zu. Die benötigten Flächen stellten die Firma AKW-Kick, Georg Kraus und die Stadt Schnaittenbach zur Verfügung. Aus Kostengründen entschied man sich für schlichte und einfache Metallkreuze.

Mit Bürgermeister Josef Reindl, Hans Schorner, Andrea Winkler-Wilfurth, Liborius Gräßmann, Martin Nagler, Kolpingsfamilie, Josef Strobl, Kolping-Theatergruppe, Hans Weiß, Buchbergtheater, Katholischer Frauenbund, Jagdgenossenschaft, Peter Färber/Siegbert Gmey, Sepp Reindl sen. (Kobers) und die Stadt Schnaittenbach sind Kreuzwegpaten und -sponsoren. Dank des Entgegenkommens von Georg Kraus und Werner Konschak von der Firma AKW-Kick konnten die insgesamt 15 Kreuze in der firmeneigenen Ausbildungswerkstatt kostengünstig gefertigt werden. Karl Schatz, Ewald Großmann und Mattl Götz sowie die Donnerstag-Rentner-Wanderer Günter Zillich, Max Schlosser und besonders Hans Nagler unterstützten Hans Grieger mit Rat und Tat bei den Arbeiten.

Stadtpfarrer Irlbacher und Bürgermeister Reindl zollten Lob und Anerkennung dem Initiator Hans Grieger und den 15 Sponsoren. Sie zeigten sich beeindruckt von den Stationen auf dem rund 300 Meter langen, stadtnahen und auch von älteren Gläubigen ohne Probleme begehbaren Weg vom Lindenbaum bis zur Dreifaltigkeitskapelle am Fuße des Abraumwalls. Aus der Idee sei eine Tatsache, aus einem Stück Heimat ein Stück Heimatgeschichte und ein weiterer Beweis gelebten Glaubens geworden. Pfarrer Irlbacher weihte einzeln die mit Palmbuschen und Lichtern geschmückten Kreuzwegstationen. Betend und singend ging man den Kreuzweg, der bei der geschmückten Gräßmann-Kapelle seinen Abschluss fand.

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