16.10.2017 - 15:26 Uhr
SchnaittenbachOberpfalz

Pfarrfamilienabend in Kemnath am Buchberg Kirchturm läutet Sanierung ein

Das gab es selbst beim beliebten Pfarrer Josef Urban in den 1980/90-Jahren nicht, dass ein Kemnather Pfarrfamilienabend so großen Zuspruch fand. Selbst die Turnhalle im Vereinsheim platzte aus allen Nähten.

Beim Pfarrfamilienabend in Kemnath gab es Ehrungen (von links): Kirchenpfleger Anton Gebert, Karin Kaspers, Monika Prüfling, Pfarrer Josef Irlbacher, Franziska Wiederer, Xaver Lang, Gabi Grill, Pfarrgemeinderats-Sprecherin Roswitha Sebald sowie die Kirchenverwaltungsmitglieder Josef Werner und Manfred Reng. Bild: seb
von Autor SEBProfil

Kemnath. Die starke Teilnahme liege wohl daran, "dass die Pfarrei nach 20 Jahren wieder einen Seelsorger hat, der unsere Sprache versteht und auch spricht", vermutete Pfarrgemeinderatssprecherin Roswitha Sebald bei ihrer Begrüßung mit Verweis auf Pfarrer Josef Irlbacher aus Schnaittenbach, einen echten Oberpfälzer.

Führenden Vertreter der kirchlichen Gremien aus Schnaittenbach, Holzhammer und Neuersdorf, aber auch der Stadt verfolgten die Rückschau mit Bildern auf die Höhepunkte der Pfarrei in den vergangenen eineinhalb Jahren. Seit September 2016 ist Kemnath in die Pfarrei Schnaittenbach mit nur einem Seelsorger eingebunden. Einschränkungen seien da unvermeidlich, betonte die Sprecherin und nannte als Beispiele den Wegfall der Vorabendmesse, der Osternachtfeier und der Kinderchristmette. "Die größere Pfarrei Schnaittenbach hat bei nur einem Priester eben Vorrang", bat Sebald um Verständnis.

Anschluss an Fernwärme

Ebenfalls mit Bildern untermauert, beleuchtete Kirchenpfleger Anton Gebert die Fernwärmeanschlüsse von Kirche, Pfarrhofs und Kindergarten - Kosten: rund 30 000 Euro. Als weitere Baumaßnahmen in den vergangenen zwei Jahren nannte er die Sanierung des Leichenhauses, des Priestergrabs und des maroden Missionskreuzes mit Gesamtkosten von rund 6000 Euro. Ein Musterurnengrab zur Besichtigung sei errichtet worden. "Unser Friedhof ist jetzt ein Schmuckstück", sagte Gebert.

Eine Mammutaufgabe ist die Kirchensanierung, die kommendes Jahr mit dem Turm starten soll. Die Kosten für die Gesamtmaßnahme belaufen sich laut Kirchenpfleger auf über eine Million Euro. Für den Bauabschnitt I mit der Sanierung und Neugestaltung des Turms seien auf rund 450 000 Euro veranschlagt. In diesem Zusammenhang legte Gebert sämtliche finanziellen Verhältnisse der Pfarrei offen. Daraus wurde ersichtlich, dass die Renovierung nur unter kräftiger Mithilfe der Bevölkerung mittels Eigenleistung und Spenden gelingen kann.

Hoffen auf gute Lösung

Über die Aktivitäten der 35 Ministranten in der Pfarrei informierte Pastoralassistent Andreas Hornauer in einer Bilderschau. Dass er Bewohner des Pfarrhofs in Kemnath ist, mache die Aufgabe der Mini-Betreuung für ihn einfacher. Pfarrer Josef Irlbacher informierte über eine mögliche Umstrukturierung des Pfarrgemeinderats der Großpfarrei, da im Februar 2018 Neuwahlen stattfinden. Gespräche mit den einzelnen Gremien sollten hier zu einer guten Lösung führen, hofft der Geistliche.

Aufgelockert wurde das Programm des Abends durch Lieder des Kirchenchors und einen Sketch des Pfarrgemeinderats. Die Dialoge zweier Kirchenbesucherinnen in der ersten Bank über die Sonntagsmesse waren sehr pointiert - einfach wie aus dem Leben. Inge Gebert und Anita Walter spielten umwerfend gut und ernteten viel Applaus und spontane Lacher.Ausscheidende und verdiente Mitarbeiter in der Pfarrei Kemnath wurden beim Pfarrfamilienabend geehrt. 21 Jahre war Karin Kaspers Erzieherin im Kindergarten, davon lange Zeit als Leiterin. Blumen aus Glas als Gartendeko waren die Anerkennung für ihre Arbeit. Für die Kirchenreinigung und die Wäsche der Altartücher war Franziska Wiederer viele Jahre verantwortlich. Das Können von Monika Prüfling als Schneiderin ist immer wieder gefragt. Xaver Lang war bis zu seinem Unfall Hausmeister im Kindergarten, Gabi Grill drei Jahre lang Pfarrgemeinderatssprecherin. Alle Geehrten wurden mit Geschenken bedacht.

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