18.03.2018 - 20:00 Uhr
Schnaittenbach

Schnaittenbacher Feuerwehr muss nachsitzen Keiner will Vorsitzender werden

Vorsitzender Konrad Bierner hätte sich gerne aus seinem Amt verabschiedet. Doch es fand sich kein Nachfolger. Deshalb muss der gesamte Vorstand der Feuerwehr der Stadt Schnaittenbach bis auf Weiteres kommissarisch im Amt bleiben.

von Autor WFWProfil

Dass der Tagesordnungspunkt Neuwahlen des Vorstands schwierig werden könnte, hatte man schon erwartet. Zunächst wurde Stefan Reindl zum Leiter des Wahlausschusses bestimmt. Er fragte nach Vorschlägen für das Amt des Vorsitzenden. Die bisherigen Vorsitzenden Konrad Bierner, Daniel Künzel und Tobias Lautenschlager zeigten keine Bereitschaft, für dieses Amt zu kandidieren.

In der Diskussion stellte sich heraus, dass es im Vorfeld nicht gelungen war, einen Kandidaten für die Schlüsselposition des Kassiers zu finden. Durch diese schwierige Konstellation war es nicht möglich, die Neuwahl durchzuführen. Die Satzung schreibt für einen solchen Fall vor, dass die Vorstandsmitglieder kommissarisch im Amt bleiben und sich zeitnah mit der Vorbereitung einer außerordentlichen Mitgliederversammlung beschäftigen müssen, die ausschließlich die Neuwahl des Vorstands zum Inhalt habt.

Mit gut 50 Mitgliedern war die Jahreshauptversammlung im Unterrichtsraum des Gerätehauses recht ordentlich besucht. Vorsitzender Konrad Bierner erinnerte in seinem Jahresbericht an die gesellschaftlichen und kulturellen Aktivitäten. Den Mitgliederstand bezifferte er mit 329, darunter 81 Aktive und Jugendliche sowie acht Ehrenmitglieder.

Keine Beanstandungen

Da die Kassenführerin Julia Jack aufgrund eines Wohnortwechsels verhindert war, übernahm der Vorsitzende auch den Kassenbericht und erläuterte den Jahresabschluss 2017. Kassenrevisor Peter Grosser erklärte, Vermögen und Unterlagen seien sauber und transparent verwaltet worden. Die Prüfung habe keinerlei Beanstandungen ergeben. Die Entlastung der Kassiererin und des Vorstands wurde einstimmig erteilt.

Bürgermeister Sepp Reindl erklärte, dass die notwendige Umsetzung des Fahrzeugkonzepts mit einem positiven Grundsatzbeschluss des Stadtrats zur Ersatzbeschaffung eines LF 20 Kat-S für das 30 Jahre alte Tanklöschfahrzeug TLF 16/25 nun in die letzte Phase gehe. Reindl blickte zurück auf die 14 Tage vorher über die Bühne gegangene Wahl der Kommandanten, mit der der erfolgreiche Fortbestand der aktiven Wehr gewährleistet sei. Reindl sprach zudem die mittlerweile erfolgreiche Integration der Bauhofmitarbeiter an. Diese helfen tagsüber, die Tagesalarmsicherheit zu gewährleisten und die Führerscheinproblematik spürbar abzumildern. Die Installation eines städtischen Mitarbeiters für die vier Gerätehäuser sei mit Christian Haubner personell optimal umgesetzt worden. Grußworte sprachen der Landtagsabgeordnete Reinhold Strobl (SPD) und Kreisbrandinspektor Martin Schmidt.

Dem Bericht der Wehr war zu entnehmen, dass im vergangenen Jahr 43 Einsätze zu bewältigen waren, die sich aufteilen in 7 Brandeinsätze, 18 technische Hilfeleistungen sowie 18 sonstige Einsätze und Sicherheitswachen. Insgesamt wurden 3608 Arbeitsstunden bei Einsätzen, Übungen, Unterrichten, Leistungsabzeichen, Lehrgängen und Arbeitseinsätzen im Gerätehaus geleistet. Die Aufgaben der Feuerwehr als kommunale Einrichtung der Stadt werden von 80 Aktiven und Jugendlichen abgedeckt.

Hottner Oberbrandmeister

Maximilian Nagler wurde zum Löschmeister befördert, Eva Reindl, Christian Birner und Katharina Hofmann wurden nach ihrem Übertritt in die aktive Wehr zur Feuerwehrfrau bzw. zum Feuerwehrmann ernannt. Teresa Reindl und Markus Schlagenhaufer haben zukünftig den Dienstgrad Oberfeuerwehrfrau bzw. Oberfeuerwehrmann. Thomas Hottner, Tobias Kraus und Manuel Dobmeier wurden zu Hauptfeuerwehrmännern ernannt. Stellvertretender Kommandant Karl Hottner wurde aufgrund seiner Verdienste um die aktive Wehr und seiner seit Jahrzehnten ausgeübten Führungspositionen zum Oberbrandmeister befördert. Jugendwart Sebastian Kindzorra erläuterte die Aktivitäten des Feuerwehrnachwuchses.

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