Wagner-Steinbildstock in Schnaittenbnach wird heuer 50 Jahre alt
Mahnende Träume

Seit 50 Jahren steht der Wagner-Steinbildstock in der Verlängerung der Georg-Kellner-Straße. Bild: sh
Vermischtes
Schnaittenbach
08.09.2017
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Die 80 in der Gemeinde Schnaittenbach stehenden Marterln sind Zeichen des Glaubens, Orte der Besinnung, wertvolles Kulturgut sowie stumme Weggefährten und Zeugnisse von menschlichen Schicksalen. Eines davon, nämlich der in der Verlängerung der Georg-Kellner-Straße neben einer Feldscheune stehende Wagner-Steinbildstock, wird heuer 50 Jahre alt.

In seinem Marterlbuch beschreibt Helmut Richter das Flurdenkmal wie folgt: "Die aus einem Stück bestehende, 129 Zentimeter hohe Kunststeinsäule, die eine mittlere Breite von 40 Zentimeter und eine Tiefe von 23 Zentimeter aufweist, ist nach oben hin bogenförmig abgerundet. Auf ihrer Frontseite ist im oberen Teil eine drei Zentimeter tiefe, rechteckige Nische mit einem bunt bemalten Bild eingelassen. Es zeigt die durch Flammen symbolisierten Seelen im Fegefeuer, wie sie zur Heiligen Dreifaltigkeit aufschauen. Die Mutter von Philipp Wagner, Am Forst 24, hatte die Bildsäule noch zu ihren Lebzeiten gekauft und ihren Sohn bedrängt, ihn an dem oben beschriebenen Standort aufzustellen. Nachdem sie gestorben war, ohne dass ihre Bitte erfüllt worden war, wurde Philipp Wagner in mehreren Träumen an den unerfüllten Wunsch seiner Mutter erinnert. Daraufhin stellte er 1967, also vor genau 50 Jahren, die schon sechs oder sieben Jahre in der Scheune liegende Bildsäule in der Verlängerung der Georg-Kellner-Straße am ehemaligen Feldweg, der zur Seblasmühle und in Richtung Buberling führt, auf. Fortan hörten die Träume auf."
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