22.01.2017 - 16:02 Uhr
SchönseeOberpfalz

Schönseer Krieger- und Soldatenkameradschaft könnte Unterstützung brauchen Als Mahner und Helfer gefordert

Engagiert im Vereinsleben der Stadt zeigte sich die Krieger- und Soldatenkameradschaft (KSK) auch in den vergangenen zwölf Monaten. Aber es wird immer schwerer, mit starken Abordnungen bei Veranstaltungen dabei zu sein.

Die drei Vorsitzenden Norbert Veitenhansl, Christian Ostermeier und Martin Spörl (ab Vierter von links) dankten mit Bürgermeisterin Birgit Höcherl den langjährigen Mitgliedern für ihre Treue zur Krieger- und Soldatenkameradschaft. Ludwig Mösbauer erhielt einen Präsentkorb. Bild: mmj
von Ludwig HöcherlProfil

Deutlich war dies bei der Generalversammlung herauszuhören. Die Mitglieder gedachten zu Beginn ihrere Bilanz der im vergangenen Jahr verstorbenen Mitglieder Walter Weniger und Friedrich Lehner. Im Rückblick auf das Vereinsjahr 2016 erwähnte Vorstandssprecher Norbert Veitenhansl die Teilnahme an der Kompanieübergabe von Hauptmann Christoph Gallitzendörfer an Hauptmann Stefan Horky und am Neujahrsempfang. Bei der Landeswallfahrt der Bayerischen Krieger- und Soldatenvereinigung im Juni nahmen Mitglieder teil, ebenso wie am Ehemaligentreffen und am "Tag der offenen Tür" in der Grenzlandkaserne.

Bei Feierlichkeiten im Gemeindebereich, bei den Jubiläen der Dorfkirche Dietersdorf, der Grenzlandblaskapelle oder der Kolpingfamilie, war der Kriegerverein vertreten. Selbstverständlich waren die Mitglieder auch bei der Einweihung der neuen Unterkunft des Schützenvereins 1893, beim Seefest und bei der Gestaltung des Ferienprogramms der Stadt dabei. Ein besonderes Ereignis war im November der Kameradschaftsabend mit der Patenkompanie in der Schule. Mit der Teilnahme an der Weihnachtsfeier der Patenkompanie und am Neujahrsempfang unterstrich die Krieger- und Soldatenkameradschaft ihre besondere Verbindung zu den im aktiven Dienst stehenden Soldaten.

Freizeit geopfert

Bezüglich des Volkstrauertags dankte Norbert Veitenhansl, beruflich Stabsfeldwebel bei der Bundeswehr, der Stadt für die Organisation der Feierlichkeiten an diesem Gedenktag. Die Feuerwehren seien dabei am stärksten vertreten, in Dietersdorf und Gaisthal wären sie sogar federführend. In vergangener Zeit habe der Verein die Teilnahme an verschiedenen Terminen immer wieder gemeistert. Der Vorstandssprecher lobte alle Mitgliedern der Krieger- und Soldatenkameradschaft, die bei Veranstaltungen ihre Freizeit opfern, sich in den Dienst des Ehrenamtes stellen und im Vereinsleben aktiv einbringen.

Dennoch nannte es Veitenhansl oft nicht einfach, dabei genügend Mitglieder zu finden. Organisatorisch sehe er das Engagement beim Seefest als enorme Herausforderung. Seine Dankesworte verband er mit einem Gruß an die Patenkompanie, deren Soldaten beim Seefest oder Volkstrauertag ihre Verbundenheit nach Schönsee untermauern.

Bürgermeisterin Birgit Höcherl würdigte das Engagement des Kriegervereins und erwähnte die Mitarbeit bei Seefest und Ferienprogramm. Das Gedenken an die gefallenen und vermissten Soldaten am Volkstrauertag sei für sie immer etwas Besonderes. Die Zeremonie am Kriegerdenkmal zeige, dass die Toten der Kriege nicht vergessen seien. Allerdings wünschte sie sich, ebenfalls wie Norbert Veitenhansl, bei diesem Anlass einen größeren Teilnehmerkreis.

Die Bürgermeisterin ging auch auf die immer öfters festzustellende Problematik bei der Führung von Vereinen ein. Jeder Vorstand sei auf das Engagement der Mitglieder angewiesen. Leider komme es immer wieder vor, dass oft von Personen kritischste Anmerkungen kommen, die selbst nicht in einer Verantwortung stehen. Es stelle sich die Frage ob man deshalb künftig Leute findet, die bereit sind, ein Ehrenamt zu übernehmen. Sie wünsche sich, dass negative Äußerungen nicht überbewertet werden. Der Großteil der Bevölkerung wisse um die Bedeutung der Vereine in der Kommune, so ihre Überzeugung.

Zum Tagesordnungspunkt "Ehrungen verdienter Mitglieder" hatte das Vorstandsteam Urkunden und entsprechende Auszeichnungen vorbereitet. Eine besondere Würdigung erfuhr Ludwig Mösbauer. Der Senior, der im vergangenen Jahr seinen 90. Geburtstag feiern konnte, erhielt von Norbert Veitenhansl einen Präsentkorb.

Neuwahlen am 23. April

Bei den Neuwahlen stellte sich heraus, dass sich Veitenhansl vor allem aus zeitlichen Gründen nicht mehr als einer der drei Vorsitzenden zur Verfügung stellen wollte. Weitere Vorstandsmitglieder verzichteten ebenfalls auf eine erneute Kandidatur. Einstimmig nahmen die Teilnehmer Veitenhansls Vorschlag an, sich am Sonntag, 23. April, um 14 Uhr im Gasthof Haberl zu einer außerordentlichen Versammlung zu treffen. Einziger Tagesordnungspunkt: Neuwahlen.

Ehrungen

Die Krieger- und Soldatenkameradschaft ehrte treue Mitglieder. Für 10 Jahre Rudolf Wurmstein und Susanne Wurmstein; für 20 Jahre Karl-Heinz Kibinger; für 30 Jahre Johann Köck, Josef Meindl, Michael Spichtinger; für 40 Jahre Otto Forster, Karl Eder, Karl-Heinz Ullrich; für 50 Jahre Rudolf Beck und Erich Zach. (mmj)

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