23.02.2018 - 20:00 Uhr
Schönsee

CeBB startet mit Vollgas in 2018 Basisarbeit und ein Rekord

Gut gerüstet und mit Vollgas startet das Centrum Bavaria Bohemia ins Jahr 2018. Bei der Vorstellung der Bilanz betont Landrat Thomas Ebeling die Wichtigkeit der Einrichtung mit 14 000 Besuchern im Vorjahr. Bei den Zugriffen auf das Internetportal wird ein neuer Rekord aufgestellt.

Auch 2017 war das Centrum Bavaria Bohemia in Schönsee ein Anlaufpunkt für viele Kulturinteressierte. Von den 13 940 Besuchern kamen rund 20 Prozent aus Tschechien. Auf das größte Interesse stießen der 11. Bayerisch-Böhmische Volkstanznachmittag, die Preisverleihung "Brückenbauer" und die Multivision "Das grüne Dach Europas". Die Pferde-Skulptur aus Aluminium stammt von Horst Gerd J. Schmatz Bild: Portner
von Gertraud Portner Kontakt Profil

Brücken bauen zwischen Deutschen und Tschechen. Das ist der Arbeitsauftrag des CeBB in geförderten Projekten, welche die Menschen beider Länder zusammenführen und Einblicke in die Lebenswelten, die gemeinsame Kultur und Geschichte ermöglichen und vertiefen sollen. "Das CeBB ist für den Landkreis eine wichtige Anlaufstelle bei kleinen Dingen wie Übersetzungen. Aber auch wenn wir größere Bretter bohren müssen, finden wir die richtigen Ansprechpartner", sagte Landrat und Kuratoriumsvorsitzender des CeBB, Thomas Ebeling, am Donnerstagnachmittag bei der Vorstellung der Jahresbilanz 2017 an. Dritter Bürgermeister Josef Höcherl lobte das sehr umfangreiche Programm. Obwohl einige Stadträte eine andere Meinung vertreten, stehe die Mehrheit des Gremiums hinter der Einrichtung und auch jedem Bürger müsste mittlerweile klar sein, wie wichtig und notwendig das CeBB für Schönsee ist. Bei der Finanzierung sei es aber wichtig, dass "der Landkreis und die Ministerien uns unter die Arme greifen". Zum Wechsel in der Geschäftsführung betonte Josef Höcherl: "Hans Eibauer hat die Türen aufgemacht und Veronika Hofinger steht für einen nahtlosen Übergang." Sie kenne Schönsee schon seit 2006 und sei sehr positiv zur Region eingestellt.

"Die Basisaufgaben laufen seit zehn Jahren stabil", sagte Hofinger. Das CeBB sei an sieben Tage der Woche eine Anlaufstelle. Neben dem engagierten Mitarbeiterteam haben Ehrenamtliche im Vorjahr 842 Stunden geleistet. Bei der Vorstellung der Jahresbilanz 2017 (siehe auch Seite 23) listete sie die wichtigsten Zahlen, Daten und Fakten auf: Rund 14 000 Besucher haben 7000 Flyer und Prospekte mitgenommen und 65 öffentliche Veranstaltungen besucht. Weitere 76 Veranstaltungen wurden im Projekt "Kulturregion Bayern Böhmen" organisiert und 34 Kunstaktionen mit Schulen spielten sich im Projekt "Kulturfrühling bunt" ab. Es gab 181 nichtöffentliche Termine/Konferenzen im CeBB oder andernorts von den Mitarbeitern organisiert. Ein Highlight waren die 11 Kultur-Touren mit 440 Gästen. Als Koordinierungsstelle im Auftrag des Bayerischen Staatsministeriums verzeichnete das CeBB 142 Anfragen. Einen enormen Zuwachs legte die Kulturdatenbank (www.bbkult.net) mit 39 450 zweisprachigen Veröffentlichungen hin: 1 196 131 Zugriffe (46 Prozent mehr als 2016). Hofinger kündigte einen Relaunch an (Verbesserungen für mobile Endgeräte).

Zum Ende dankte die neue CeBB-Chefin den Projekt-, Kooperations- und Förderpartnern, die dazu beigetragen haben, das grenzüberschreitende Engagement in dieser Intensität zu ermöglichen. Seite 23

Das CeBB ist für den Landkreis eine wichtige Anlaufstelle bei kleinen Dingen, wie Übersetzungen. Aber auch wenn wir größere Bretter bohren müssen, finden wir die richtigen Ansprechpartner.Landrat Thomas Ebeling

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