"King’s Singers" gastieren in Schönsee
Applaus nicht zu stoppen

"The King's Singers", sechs junge Männer ohne Starallüren und mit herrlichen Stimmen, boten den Gästen in der Stadtpfarrkirche St. Wenzeslaus ein unvergessliches Musikerlebnis. Die Vorstandschaft des Fördervereins mit Vorsitzenden Hubert Reimer (Vierter von rechts) war sichtlich stolz auf das Konzert. Bild: weu
Kultur
Schönsee
11.10.2017
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Rom, Berlin, New York, Tokio und Schönsee. Der Terminplan der "King's Singers" aus Großbritannien überrascht. Das Konzert in der Schönseer Kirche war ein Geschenk, welches sich der Förderverein für Kirchenmusik zum zehnjährigen Bestehen leistete. Eine Bitte der Sänger wurde ignoriert.

Gestern noch in Holland, heute in Schönsee und einen Tag später ein Auftritt in Paris. "Bei Euch hat es uns super gefallen, diese herzliche Aufnahme, dieses freundliche Publikum werden wir lange im Gedächtnis behalten," sagte der Sprecher der "King's Singers" Jonathan Howard (Bass). Die Organisatoren um Vorsitzenden Hubert Reimer freuten diese Worte.

Drei Jahre verhandelt

Drei Jahre hat Reimer gekämpft und verhandelt, bis er diese international erstklassige Vocal-Gruppe in die Oberpfalz und die Stadtpfarrkirche St. Wenzeslaus brachte. Schon kurz nach Bekanntgabe war dieses "Jahrhundertkonzert", wie Reimer es betitelte, so gut wie ausverkauft. Passend zum zehnjährigen Jubiläum der Einweihung der Sandner Orgel und des Bestehens des Fördervereins für Kirchenmusik Schönsee traten die "King's Singers" in schwarzen Anzügen und roter Krawatte an den Altar.

Die Gäste, die aus der ganzen Oberpfalz, aus Oberbayern und sogar aus Österreich angereist waren, begrüßten die Ausnahmesänger mit riesigem Applaus. Nicht nur, dass das Gotteshaus trotz der Zusatzbestuhlung bis auf den letzten Platz besetzt war, auch 100 Stehplätze waren vergeben und Reimer konnte neben vielen Ehrengästen aus Kirche und Politik an der Spitze Landrat Thomas Ebeling und Ehrenmitglied Johann Schraml begrüßen. "Viele Sponsoren, mit der Sparkasse des Landkreises an der Spitze, machten dieses hochkarätige Konzert erst möglich", führte Reimer aus. Mit dem Gruß "Guten Tag, wie geht's" und dem Lied von William Byrds "Haec dies, quam fecit dominus" hieß das sechsköpfige A-Cappella-Ensemble aus Großbritannien die Gäste willkommen und eröffnete das großartige Konzert.

In perfektem Deutsch gaben die Sänger, deren Gruppenname auf das King's Collage in Cambridge hinweist, Informationen und Hinführungen zu den Liedern, die verschiedene Bereiche von der Renaissance bis zu Deutschen Volksliedern und Volksliedern von Felix Mendelssohn Bartholdy abdeckten. Die Bitte, erst zur Pause und zum Ende des Konzerts zu applaudieren, konnte das Publikum vor Begeisterung nicht einhalten und beklatschte jedes Stück.

Mit dem sehr humorvoll interpretierten "Auf einem Baum ein Kuckuck saß" ging es in die Pause, in der Diplom-Musiklehrer Martin Ebenhöch mit einem Präludium auf der Orgel erfreute, das auch die sechs Sänger begeisterte. Nach vier Sätzen von Francis Poulenc und "Five Songs of hope und faith" (Gospels und Spirituells) "stand das Publikum Kopf" und spendete stehende Ovationen und einen Beifall, den die Stadtpfarrkirche wohl so noch nicht erlebt hat.

Ohne Starallüren

Natürlich gab es mit "New Day" und weiteren Liedern noch einige Zugaben. "Wir danken für den herrlichen Empfang und hoffen auf ein baldiges Wiedersehen", bedankten sich die Sänger, bevor sie beim "Zilk" in Weiding ihr wohlverdientes Abendessen einnahmen. Dabei erwiesen sie sich als nette, natürliche junge Männer ohne Starallüren, die gerne das Gespräch mit den Mitgliedern der Vorstandschaft des Fördervereins für Kirchenmusik suchten. (Seite 36)
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