11.07.2017 - 15:22 Uhr
SchönseeOberpfalz

"Woche der Nachbarn" verbindet

Zwischen Dampfloks, Glaszauber, Grenzbahnhof, Musikanten und kulinarischem Schaufenster: die Kulturtour zur "Woche der Nachbarn" in Bayerisch Eisenstein, die das CeBB im Auftrag des Heimatministeriums organisierte, war ein außergewöhnliches Erlebnis.

Bavaria Bohemia-Vorsitzende Irene Träxler (rechts) und Reiseleiterin Susanne Setzer (Mitte) platzierten sich an der Spitze der historischen Dampflok aus Pilsen zum Erinnerungsbild. Bilder: eib (2)
von Hans EibauerProfil

"Einfach herrlich" fand Vorsitzende Irene Träxler die Kulturtour und sprach allen Mitfahrern aus dem Herzen. Der Ausflug des Centrum Bavaria Bohemia (CeBB) führte nach Frauenau ins Glasmuseum und nach Bayerisch Eisenstein zur "Woche der Nachbarn".

Kultur und Tourismus

Die Kulturtour mit Glaskunst, Bahnhistorie und einem vielfältigen Kultur- und Freizeitprogramm war bestens gewählt. Einmalig in Europa ist das Bahnhofsgebäude in Bayerisch Eisenstein: Quer durch die Bahnhofsmauern geht die Staatsgrenze. In Zeiten des Eisernen Vorhangs abgeriegelt, heute nur ein Strich auf dem Pflaster.

Erste Station war am Vormittag Frauenau mit dem Besuch des Staatlichen Museums zur Geschichte der Glaskultur. Die Führung nahm die Besucher mit auf eine Reise durch die Kulturgeschichte des Glases von den Anfängen im Zweistromland bis heute. Die Dauerausstellung präsentiert einzigartige Exponate von internationalem Rang; die Abteilung "Glas der Moderne" zeigt künstlerisches Glas des 20. und 21. Jahrhunderts.

Ziel in Bayerisch Eisenstein war die vom CeBB konzipierte "Woche der Nachbarn", bei der sich erstmals die drei bayerischen Regierungsbezirke Niederbayern, Oberpfalz, Oberfranken und die drei tschechischen Grenzregionen Pilsen, Karlsbad und Südböhmen gemeinsam mit Kultur und Tourismus der Öffentlichkeit zeigten.

Traditionelles Luchsfest

Beeindruckend war das Localbahnmuseum als Präsentationsort der Informationsstände, abwechslungsreich das musikalische, künstlerische und kulinarische Begleitprogramm. Parallel feierte die Stadt Železná Ruda (Markt Eisenstein) am Grenzbahnhof ihr traditionelles Luchsfest, verbunden mit dem Jubiläum "140 Jahre Bahnstrecke München, Plattling, Eisenstein, Pilsen, Prag".

Dies war auch der Grund, warum ein historischer Zug mit Dampflok aus Pilsen mit einigen hundert Gästen mit großem Hallo in Empfang genommen wurde. Die ganze Bahnhofstraße, von der "Woche der Nachbarn" im Localbahnmuseum bis zur Luchsfestbühne auf der tschechischen Seite, lud zum Bummeln ein. An die tausend Gäste aus beiden Ländern feierten ein entspanntes Fest. Frieda Roith und Maria Spichtinger repräsentierten bei der Kulturtour den Klöppelkreis Schönsee-Stadlern- Tiefenbach. Sie hatten schnell ihren Klöppelsack aufgebaut und zeigten ihre filigrane Handwerkskunst auf dem Oberpfälzer Bahnsteig.

Dank Wetterglück bildete sich auf dem Freiplatz vor der Maschinenhalle eine herrliche Kulisse mit Künstlern und Kunsthandwerkern, die sich über die Schulter schauen ließen. Musikkapellen aus Bayern und Böhmen wechselten sich auf der Bühne ab, im Garten lockten das Bier der Dampfbierbrauerei Pfeffer und die Schmankerl vom kulinarischen Schaufenster. Fast alle stiegen ein zur Fahrt in einem alten "Holzklasse"- Waggon der tschechischen Bahn von Železná Ruda hinauf auf die Passhöhe des Spicák (Spitzberg).

Horovice und Dobrís

Die nächste Kulturtour des CeBB mit noch freien Plätzen findet am 22. Juli statt und führt in den Westen Mittelböhmens mit Besuch der Schlösser Horovice und Dobrís und der Gedenkstätte Vojna. Anmeldungen nimmt Susanne Setzer unter 09674/924879 und (susanne.setzer[at]cebb[dot]de) entgegen.

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