Acht Maibäume untermauern heuer das Traditionsbewusstsein im Schönseer Land
Gruß aus der Waldheimat

Lokales
Schönsee
03.05.2013
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"Der Waldheimat wurd' ich entrissen, erfülle hier nun meine Pflicht. Hier darf ich frohe Menschen grüßen, schön geschmückt und trotzdem schlicht": So lautet ein alter Maibaumspruch, den heuer im Schönseer Land insgesamt acht Bäume untermauern.

Viel Mühe hatten sich die Mitglieder der Vereine und ihre Helfer mit dem Schmücken, Wappen und Schrifttafeln zierten die stattlichen Bäume. In Schönsee übernahm die Feuerwehr das Aufstellen, die "Hinterlandmusikanten" sorgten für musikalische Unterstützung. Der Gartenbauverein sorgte mit einem Blumengärtchen für das passende Umfeld .

In Charlottenthal hatte sich der Stammtisch "Alter Fünfer" schon vormittags für den Maibaum stark gemacht. In Stadlern wurde der Baum traditionell mit dem Pferdegespann auf dem Kirchplatz angeliefert.

In Weiding war es auch heuer die Katholische Landjugend, die den von der Familie Zilk gestifteten Maibaum aufstellte. Bereits am Dienstag hatten die Helfern den Baum geschmückt, vor der Aktion wurde ein Gebet gesprochen. Ach in Gaisthal begann die von der Feuerwehr organisierte Aktion mit einem Gebet. Das Schmuckstück stammte aus dem Wald von Alfred Zach. In Schwand sorgte die Feuerwehr für einen Maibaum vor der Kapelle, und auch in Dietersdorf war die Feuerwehr für diese ehrenvolle Aufgabe zuständig.
Die mächtigen, teilweise über 30 Meter langen Maibäume in Schönsee, Schwand, Lindau und Dietersdorf stammten aus dem Schönseer Stadtwald. In Lindau ließ man bei dieser Gelegenheit die früher übliche Tradition vor dem Gasthof "Lindauer Wirt" wieder aufleben. Für alle verfügbaren Kräfte der knapp 20 bewohnten Anwesen erwies sich diese Aufgabe als Höchstleistung.

Die traditionellen Zeremonien waren natürlich auch mit entsprechenden Feiern für die recht zahlreichen Zuschauern und die Helfer verbunden. Während in Dietersdorf, Stadlern und Weiding die Blaskapellen den Vorgang mit ihren Melodien unterstützten, musste in Lindau der Hausmusikant beim Aufstellen mithelfen. Veranstalter, Dorfgemeinschaften und Gastwirte bewirteten mit einer ganzen Reihe von Spezialitäten und ließen die Gäste das nicht allzu frühlingshafte Wetter ganz schnell vergessen.
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