Glasfaserkabel zur Sendeanlage am "Schwarzen Horn" verbessert ab Herbst den Empfang
Funkloch bald Vergangenheit

Lokales
Schönsee
30.08.2014
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Eine erhebliche Verbesserung für alle Handy-Nutzer im Raum Gaisthal, Rackenthal und den östlichen Ortsteilen des Oberviechtacher Stadtgebietes steht im Herbst bevor. Dann geht die Sendeanlage am "Schwarzen Horn" in Rackenthal in Betrieb.

SPD-Stadtrat Josef Fleißer, dritter Bürgermeister Josef Höcherl und Stadtrat Michael Präßl (beide FWG Gaisthal-Rackenthal) zeigen sich erfreut über diesen Erfolg ihrer Bemühungen. Im Zuge des digitalen BOS-Ausbaus in ganz Bayern wurde der ehemalige Sendemast, der seit dem Abbau der analogen Antennenanlage für das terrestrischen Antennenfernsehen im Jahr 2006 leer steht, als BOS-Standort für die Region mit einbezogen.

Anlage geeignet

Bei ersten Gesprächen mit den Vertretern der Deutschen Funkturm AG vor Ort sprachen dritter Bürgermeister Josef Höcherl und Stadtrat Josef Fleißer die Unterversorgung beim Handyempfang in der Region an. Auf Initiative von Fleißer beschloss der Stadtrat von Schönsee im März 2013 einstimmig, die Eignung des bis dahin ungenutzten Funkturmes in Rackenthal für den GSM-Funk (Global System for Mobile Communication) prüfen zu lassen.

Die Überprüfung durch den Eigentümer, die Deutsche Funkturm AG, ergab, dass das Bauwerk, das auf städtischem Grund steht, alle Erfordernisse für die Errichtung einer GSM-Sendeanlage erfüllt und der Turm zu diesem Zweck auch kostengünstig zur Verfügung gestellt werden kann. Der Turm sollte über Richtfunk angeschlossen werden. Dieser ist aber bei ungünstigen Witterungsverhältnissen sehr störanfällig. Das Genehmigungsverfahren durch die Bundesnetzagentur dauert im Schnitt neun Monate und ist zudem sehr teuer. Im zweiten Schritt wurde deshalb auf Anregung von Stadtrat Fleißer geprüft, ob ein vom Energieversorger Eon verlegtes Leerrohr von der Telekom für eine kostengünstige Verlegung einer Glasfaserleitung genutzt werden könnte. Auch hier war das Ergebnis positiv.

Gute Kontakte

Stadtrat Michael Präßl hat als Mitarbeiter der Deutschen Telekom die nötigen Kontakte für die zuständigen Ansprechpartner hergestellt. Die Telekom konnte sich durch einen Pachtvertrag mit der Bayernwerk AG einen kostengünstigen Glasfaseranschluss zur Turmanlage sichern und damit die Grundlagen für eine Verbesserung des Mobilfunknetzes und weiterer zukunftsorientierter Maßnahmen der digitalen Welt schaffen.

Die Fertigstellung der Sendeanlage erfolgt nach Auskunft der Deutschen Telekom im vierten Quartal diesen Jahres. Mit der Inbetriebnahme dieser Sendeanlage werden alle Handy-Nutzer der Region von der erheblich verbesserten Netzabdeckung profitieren.

Kritik an der CSU

Für die Stadträte der SPD und FWG Gaisthal-Rackenthal ist dieser Erfolg der Lohn für ihre gewissenhafte und zielstrebige Arbeit für die gesamte Region. Sie kritisieren allerdings in diesem Zusammenhang, dass sich die stellvertretende CSU-Fraktionsvorsitzende Barbara Ruhland und einige ihrer Parteikollegen aus Oberviechtach diesen Erfolg auf ihre Fahnen schreiben wollten.

Begründen würde die CSU dies damit, dass sie Verbesserungen des Mobilfunknetzes ja schon immer gefordert habe.
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