Schönsee ist eine Reise wert - Frauenbund aus Teublitz zu Gast
Nach der Kirche ins CeBB

Chorleiter Hubert Reimer an der Orgel informierte unter den Teublitzer Frauenbundmitgliedern auch deren Sprecherin Waltraud Neumüller (Zweite von rechts). Diese ist eine gebürtige Schönseerin. Bild: gl
Lokales
Schönsee
20.08.2014
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Dass die geschichtsträchtige Seerosenstadt durchaus eine Reise wert sein kann, erfuhren die Mitglieder des Katholischen Frauenbundes aus Teublitz. Den Besuch des Freilichtspiels "Pascher - die Nacht der langen Schatten" verbanden sie mit Informationen über die Pfarrkirche Sankt Wenzeslaus und das Centrum Bavaria Bohemia (CeBB).

Animiert dazu wurden sie dazu von ihrer aus Schönsee stammenden Sprecherin Waltraud Neumüller, geborene Haberl, vom Ledererveitl-Anwesen. Im CeBB war es Geschäftsführer und Altbürgermeister Hans Eibauer, der über die Entwicklung, die grenzüberschreitenden Aktivitäten und die Bedeutung der im ehemaligen Kommunbräuhaus eingefügten Einrichtung berichtete. Beeindruckt waren die Gäste von der Fülle der Informationen, die dort geboten sind.

In der Pfarrkirche war es zunächst Maria Reimer, Vorstandsmitglied des örtlichen Katholischen Frauenbundes, die die Geschichte der Pfarrkirche erläuterte. Mit Sicherheit existierte diese schon vor der ersten urkundlichen Erwähnung von Schönsee im Jahre 1333/34 in einer Kaufurkunde zwischen der böhmischen Herrschaft Hostau/Muttersdorf und den Leuchtenberger Landgrafen.

Religionswirren waren zu überwinden. Besonders aber Feuersbrünste und Verwüstungen wie 1431 durch die Hussiten, im Dreißigjährigen Krieg (1618 bis 1648) und zuletzt 1867 durch eine Brandkatastrophe. Der letzte Wiederaufbau erfolgte 1868 bis 1874. Daraus resultiert auch die schlichte Ausstattung. Lediglich die beiden Apostelfiguren Sankt Petrus und Paulus am Hochaltar sind erhalten. Eine Besonderheit sind die zwölf Prozessionsstangen an den Stuhlreihen.

Anschließend war es Hubert Reimer als Chorleiter und Vorsitzender des Fördervereins für Kirchenmusik, der die Umstände zur Anschaffung der neuen, 2007 vom damaligen Bischof Gerhard Ludwig Müller eingeweihten neuen Orgel erläuterte. Neben der besonderen Ausstattung des Instrumentes nannte er auch das enorme Gewicht und die Kosten von rund 500 000 Euro. Auch auf den guten Ruf der vom Förderverein angebotenen Konzerte mit berühmten Organisten, Chören und Instrumentalgruppen verwies Hubert Reimer, der das gemeinsam gesungene Marienlied an der Orgel begleitete und deren Klangfülle demonstrierte.

Das eigentliche Ziel des Frauenbunds, der Besuch des Freilichtspieles, war auch der krönende Höhepunkt. Es vermittelte einen Einblick in die Geschichte, verbunden mit alter Handwerkskunst und heimatverbundenem Rahmenprogramm mit bodenständiger Bewirtung.
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