Stadträte sprechen sich für Verlängerung aus - Bauantrag für Carport zurückgewiesen
Leerstandsoffensive läuft weiter

Lokales
Schönsee
24.12.2011
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Grundsätzliche Bereitschaft zur Fortsetzung der Leerstandsoffensive zusammen mit den weiteren Kommunen, ein veränderter Ausbau der Badergasse und Diskussion über einen Bauantrag waren wesentliche Inhalte der öffentlichen Stadtratssitzung. Diese wurde im Sitzungssaal mit Dankesworten und einem nichtöffentlichen Teil beendet und mit einem gemeinsamen Essen beim "Lindauer Wirt" abgeschlossen.

Zunächst ging es um den Bauantrag von Alexander Schäfer. Dieser will auf dem Grundstück des ehemaligen "Botnhauses" einen Carport in Holzständerbauweise errichten. Im Plan sind die, nach einer Beratung mit dem Städtebauplaner Sigi Wild im September erfolgten Hinweise und Vorschläge, hinsichtlich der räumlichen Abgrenzung zur Kirchstraße komplett ignoriert.

Zwei Gegenstimmen

Wild empfahl deshalb in einer Stellungnahme hinsichtlich der bestehenden Bauleitplanung, den Bauantrag in dieser Form nicht zu genehmigen. Nach eingehender Diskussion wurde der Antrag bei zwei Gegenstimmen zurückgewiesen und gebeten, auf die städtebaulichen Vorschläge einzugehen.

Die einjährige Weiterführung der Leerstandsoffensive der elf Gemeinden wurde nach einer regen und teilweise kontroversen Diskussion einstimmig beschlossen. Zuvor informierte Bürgermeisterin Birgit Höcherl, dass die Arbeit des vierköpfigen, in Altendorf untergebrachten Expertenteams nach zehn Monaten abgeschlossen sei.
Bei Gesamtkosten von 167 000 Euro und einer 80-prozentigen Förderung seien dabei auf die Stadt Kosten von 5500 Euro entfallen; eine schriftliche Ergebnisstudie komme vor oder nach Jahresende heraus; für jeden Stadtrat sei ein Exemplar bestellt worden. Bei der einjährigen Verlängerung werde nur noch eine Person im beauftragten Institut "u.m.s" in Leipzig tätig sein und alle zwei Wochen in die Region kommen. Die Kosten würden etwa 96 000 Euro betragen. Fraglich sei noch die Höhe der Förderung; maximal könnten auf Schönsee 6800 Euro und im günstigsten Fall 2400 Euro zukommen.

Bis 31. Dezember 2012

Während die Bürgermeisterin auf sichtbare Erfolge durch Maßnahmen in Altendorf, Winklarn und Eslarn und weitere Realisierungsansätze verwies, sowie auch auf die Erfassung der Leerstands, wie auch auf die Verbesserung im Miteinander der Kommunen, wurde die Diskrepanz zwischen den Kosten bei unterschiedlicher Besetzung, Gegenstand einer Diskussion. Diese wurde mit dem Einstieg als Experiment begründet. Bessere Informationen forderte Hubert Reimer, da die Bevölkerung auch an die Stadträte Fragen stelle.

Aufgrund der Laufzeit von nur einem Jahr (Michael Präßl) und dem drängenden Problem, junge Menschen, aber auch die ältere Generation zu halten (Franz Holler), wurde der Verlängerung bis 31. Dezember zugestimmt. Weiterer Bericht folgt.
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