09.08.2014 - 00:00 Uhr
SchönseeOberpfalz

Zu Gast im Versuchsbetrieb Pfrentsch der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft Wildhalter gehen neue Wege

Der Landesverband Bayerischer landwirtschaftlicher Wildhalter e.V./ Oberpfalz hielt seinen ersten Stammtisch im Versuchs- und Fachzentrum Pfrentschweiher am Wildgehege ab. Bei der Begehung des Wildgeheges Pfrentsch berichtete Gehegeleiter Helmut Bamler über die artgerechte Haltung, über die Arbeitsweise sowie die Erfahrungen in der Wildgehegehaltung.

Der Landesverband Bayerischer landwirtschaftlicher Wildhalter e.V./Oberpfalz informierte sich im Versuchs- und Fachzentrum Pfrentschweiher am Wildgehege. Bilder: hfz (2)
von Redaktion OnetzProfil

Der Vorsitzende des Bezirks Oberpfalz, Martin Biegerl, in dessen Verband sich viele Wildhalter bereits organisiert haben, begrüßte besonders den Bürgermeister von Eslarn, Reiner Gäbl, sowie die Referenten Andreas Kosel, Fachberater für Gehegewild vom Amt für Landwirtschaft in Schwandorf und Helmut Bamler, Ausbildungskoordinator aus dem Institut in Almesbach.

Beste Zusammenarbeit

Gehegeleiter Helmut Bamler gab wertvolle Tipps und beantwortete die zahlreichen Fragen der Teilnehmer, die alle sehr interessiert waren. Es ist von großem Vorteil für die Gehegehalter und wird von diesen sehr geschätzt, dass die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft in Pfrentsch im Bezirk Oberpfalz angesiedelt ist. Helmut Bamler bestätigte die Meinung von Martin Biegerl und den anwesenden Wildhaltern, dass die Zusammenarbeit zwischen den Wildhaltern und der LfL hervorragend funktioniert und man gerne zusammenarbeitet und mit Rat und Tat zur Seite steht.

Nach der etwa einstündigen Begehung des Geheges fanden sich alle im Schulungsraum ein. Andreas Kosel vom Amt für Landwirtschaft Schwandorf referierte dort zu Themen, wie die Grünlandpflege, Förderungmaßnahmen der EU Kommission, des Ministerrats und des EU Parlaments, Umweltmaßnahmen, Tier- und Klimaschutz. Ebenfalls klärte er über das neue Pflanzenschutzgesetz auf, das ab 26.11.2015 in Kraft tritt und über die Konsequenzen der Nichteinhaltung.

Erfahrungsaustausch

Danach informierte Helmut Bamler vom Staatsgut die Teilnehmer auf deren Wunsch noch über zeitgemäßes Gehegemanagement. Dies setzt sich zusammen aus Weideführung, Weidepflege und Weideumtrieb. Martin Biegerl berichtete von der Bundesfachtagung der Erzeugergemeinschaft Bayern und des Wildhalterverbandes, der seinen Mitgliedern viele Vorteile bietet. Er ging noch einmal näher auf die Ziele der geplanten Stammtische ein.

Der Erfahrungsaustausch soll im Mittelpunkt stehen, man könne zusammen Pläne und Strategien entwickeln, Verbesserungsvorschläge einbringen, gemeinsame Ausflüge und Besichtigungen mit Wildhaltern aus den anderen Bezirken unternehmen. Er betonte, dass die Größe des Betriebs dabei unerheblich ist, sondern dass alle geplanten Unternehmungen zum Wohle der Tiere und deren artgerechten Haltung im Vordergrund stehen. Das Vertrauen für Wildfleisch soll bei den Konsumenten weiter gestärkt werden, damit es als regional hochwertiges Produkt noch mehr geschätzt wird.

Dann ging es zum gemütlichen Teil über mit lebhaften Diskussionen und Erfahrungsaustausch. Alle Beteiligten freuen sich schon auf den nächsten Stammtisch und künftige Aktivitäten. Auch interessierte Wildhalter aus anderen Bezirken sind gerne willkommen.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Nachrichten per WhatsApp