Dorferneuerung im Endspurt
Dietersdorf kann aufblühen

Auch das Umfeld beim neuen Gerätehaus soll durch Anpflanzungen aufgewertet werden.
Politik
Schönsee
06.09.2017
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Die Dorferneuerung im Schönseer Ortsteil Dietersdorf liegt im Endspurt. Mittlerweile ist auch die durch Kanalisierung und Arbeiten an der Wasserversorgung arg ramponierte Ortsdurchfahrt neu asphaltiert. Bepflanzungen rund um Kirche, ehemaliges Feuerwehrhaus und beim neuen Gerätehaus sollen dem Ganzen das "i-Tüpfelchen" aufsetzen.

Die Vorstellung der angedachten Pflanzmaßnahmen durch Architekt Andreas Thammer bildeten auch den ersten Tagesordnungspunkt, als sich der Stadtrat am Dienstagabend zu einer öffentlichen Sitzung im Rathaus traf. Thammer verwies auf Vorgespräche mit dem örtlichen Gartenbauverein, der mit in die Entscheidungen eingebunden ist, da bei der späteren Pflege der Anlagen auch viel Eigenleistung gefordert sein wird. In nächster Zeit stehen noch weitere Gespräche mit den weiteren Ortsvereinen und der Bevölkerung an.

Möglichst pflegeleicht

Bei den Anpflanzungen rund um die Kirche wird laut Thammer besonderer Wert darauf gelegt, übers ganze Jahr hinweg möglichst viele blühende Pflanzen zu haben, die dann auch für den Kirchenschmuck verwendet werden können. Ansonsten wird es auch Rasenflächen geben und im Schattenbereich eine bodendeckende Bepflanzung. In der Ecke vor dem ehemaligen Schulhaus sind unter anderem pyramidenförmige Hainbuchen vorgesehen, die verhältnismäßig pflegeleicht sind und nicht zu sehr in die Breite wachsen.

Rund um das ehemalige Feuerwehrhaus ist eine so genannte Naschecke mit Beerensträuchern, säulenartigen Obstbäumen und Hollunderstauden geplant. In den zurückliegenden Gesprächen, so Thammer, tauchte auch der Wunsch auf, das Umfeld beim neuen Gerätehaus durch Anpflanzungen aufzuwerten. Hier sind beispielsweise Vogelbeeren und eine niedrige bis mittlere Unterpflanzung denkbar. "In der Ortsmitte bleiben wir im Kostenrahmen", versicherte der Architekt.

Hier nannte er die Summe von rund 15 000 Euro, wobei die Anpflanzung der Großbäume aus Gründen der Gewährleistung an eine Firma vergeben wird; in dieser Summe sei auch die Baumpflege für die nächsten drei Jahre enthalten. Für das restliche Umfeld ist laut Thammer mit rund 4 500 Euro zu rechnen. Bürgermeisterin Birgit Höcherl nutzte die Gelegenheit, um der Dietersdorfer Bevölkerung für die lange Geduld während der Baumaßnahmen zu danken und zeigte sich überzeugt, dass man bei den Bepflanzungen nun eine passende Balance zwischen einem ansprechenden Ortsbild und einem erträglichen Pflegeaufwand gefunden habe.

Die Besprechung wegen der detaillierten Festlegung der Bepflanzung mit den Dietersdorfern wird voraussichtlich am 14. September stattfinden. "Da sollten wir nochmal besonders drauf schauen, was uns von der Pflege her zeitlich auch möglich ist", ergänzte Stadtrat Josef Eibauer und sagte allen Dank, die den öffentlichen Raum pflegen. Nach der Breitbanderschließung im Zug des Bayerischen Förderprogramms und dem eigenverantwortlichen Ausbau durch die Telekom verbleiben im Stadtgebiet von Weberhäuser über Dietersdorf bis Rackenthal noch etwa 70 "weiße Flecken", sprich Anwesen, die immer noch unter- bzw. nichtversorgt sind. Diese sollen nun über das so genannte Bundesprogramm erschlossen werden. Dafür hat für alle betroffenen Kommunen der Landkreis die Federführung übernommen. Der Anbieter, der durch eine Ausschreibung ermittelt wird, muss 50 Mbit garantieren.

Gegen "weiße Flecken"

Wie VG-Geschäftsstellenleiter Matthias Jeitner ausführte, wird trotz hoher Förderung noch einiges an der Stadt hängen bleiben. Die Kostenschätzung geht von 1,65 Millionen Euro aus, die Wirtschaftlichkeitslücke, sprich der Eigenanteil der Stadt wird auf rund 329 000 Euro geschätzt. Jeitner machte deutlich, dass diese Kostenschätzung vom höchsten Aufwand ausgeht. Sollte ein Betreiber den Zuschlag erhalten, der vor Ort schon Kabel verlegt hat, könnte das Ganze deutlich günstiger kommen. Einstimmig beschloss der Stadtrat, die "weißen Flecken" über das Bundesprogramm auszubauen.
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