18.10.2017 - 16:30 Uhr
SchönseeOberpfalz

Künftig auch Urnengräber

Auf den Friedhöfen Schönsee und Gaisthal wird es künftig auch Urnengräber geben. Bei einem Ortstermin im Vorfeld der Stadtratssitzung am Dienstagabend stellte Landschaftsarchitekt Andreas Thammer dem Gremium verschiedene Varianten vor. Auch Möglichkeiten für anonyme Bestattungen werden geschaffen.

Vom alten Schulhaus ist nicht mehr viel übrig geblieben. Komplett entfernt ist der Bauschutt aber noch nicht. Es kommt zu Verzögerungen (und Verteuerungen), weil wider Erwarten Teerverguss im Abbruchmaterial festgestellt wurde. Bild: Köppl
von Georg Köppl Kontakt Profil

Bürgermeisterin Birgit Höcherl und Geschäftsstellenleiter Matthias Jeitner ließen zu Beginn der öffentlichen Stadtratssitzung im Rathaus den Ortstermin mit Architekt Andreas Thammer im Schönseer Friedhof nochmal Revue passieren. Demnach wird es drei Varianten der Urnenbestattung geben. Zum einen ein Plattengrab in den Ausmaßen von 50 mal 80 Zentimeter, das sich vor allem dann anbietet, wenn keine Grabpflege gewünscht oder möglich ist.

Satzung wird geändert

Zweite Variante ist ein 110 mal 60 Zentimeter großes Erdgrab mit einem obenbündigem Einfassungsstein und einem Grabstein von maximal 70 Zentimetern in der Höhe. Unter Bewuchs wird noch ein Platz für anonyme Bestattungen geschaffen. Es wird noch geprüft, ob diese Varianten für beide Friedhöfe gleichermaßen gelten sollen bzw. machbar sind.

Ausgiebig befasste sich der Stadtrat auch mit einer neuen Friedhofssatzung. Ein Beschluss wurde allerdings noch nicht gefasst. Die Stadträte bekamen den Entwurf als "Hausaufgabe" mit; abgestimmt werden soll in der November-Sitzung. Matthias Jeitner informierte, dass die bestehende Friedhofssatzung aus den 70er Jahren stammt und nicht mehr der Bestattungsordnung und der aktuellen Rechtssprechung entspricht. Der neue Satzungsentwurf orientiert sich an der Mustersatzung des Bayerischen Gemeindetags.

Die Palette der Änderungen reicht von den Festsetzungen der Bestatter und Steinmetze über die Ausmaße der Grabstätten und der Urnengräber - die noch eingearbeitet werden müssen - bis hin zur Leichenhausbenutzung.

Noch keine Entscheidung fiel über eine möglicherweise außerordentliche Beschaffung für die Feuerwehr Schwand. Wie Waldemar Hansl von der Verwaltung zum Sachverhalt ausführte und vom zuständigen Kommandanten Gerhard Ebnet ergänzt wurde, ist die Feuerwehr Schwand in einem gewissen Streckenabschnitt im Auftrag der Mero (Betreiber der Mitteleuropäischen Rohölleitung) für das Anlegen von Ölsperren in Notfallsituationen zuständig, was auch immer wieder mit regelmäßigen Übungen verbunden ist.

Laut Kommandant wurde der Zuständigkeitsbereich nun verlagert und liegt mitten in einem Waldstück, weshalb ein Notstromaggregat zur Stromversorgung bzw. Ausleuchtung erforderlich sei. Zudem habe die Wehr eine neue Ölsperre - die übrigens auch bei Starkregenereignissen einsetzbar ist - erhalten. Diese muss "ungeziefergerecht" in einem verschlossenen Behälter im Feuerwehrhaus gelagert werden, weshalb dafür eine Neuanschaffung erforderlich ist.

Noch Klärungsbedarf

Waldemar Hansl gab zu bedenken, dass für beide Anschaffungen wohl am ersten die Mero in der Verantwortung stehe und die Kosten tragen sollte. Josef Fleißer bemerkte, dass ein Notstromaggregat auch für "normale" Einsätze vorteilhaft sei und schlug für den Fall, dass Mero nicht die Kosten übernimmt, die Stadt mit in die Bresche springe. Doch zunächst soll erst einmal bei der Mero vorgefühlt werden, die sich, wie zu hören war, auch schon bei anderen Anschaffungen nicht kleinlich gezeigt habe.

Vom Schützenverein Schönsee lag dem Stadtrat ein Antrag auf Beleuchtung des Weges zum Schützenheim vor. Bürgermeisterin Birgit Höcherl wies darauf hin, dass der Verein das Gebäude beim ehemaligen Tennisplatz für den Schießsport hergerichtet habe und die vorhandene Beleuchtung mit dem Bewegungsmelder nicht ausreichend sei. Sie schlug vor, im Zug der Errichtung des neuen Spielplatzes für den Schützenverein eine Lösung anzupeilen.

Punkt für Punkt abgehandelt wurden die Feststellungen zur überörtlichen Rechnungsprüfung der Jahre 2009 bis 2012 und von 2013 bis 2015. Das Landratsamt hat die Prüfungsfeststellungen aufgrund der Vorschläge der Verwaltung für bereinigt erklärt, so dass diese (mit Ausnahme des derzeit in Arbeit befindlichen Bereichs "Bestattungen") erledigt sind.

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