Neue Perspektiven für Ortskern

Das alte Schulhaus in der Hauptstraße ist abgerissen. Der verbliebene Schuttberg wird demnächst außerhalb der Stadt geschreddert. Schon jetzt ergeben sich mit dem frei gewordenen Blick auf Pfarrkirche und Kapelle ganz neue Perspektiven. Bilder: Köppl (2)
Politik
Schönsee
07.09.2017
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Das "Zäch-Haus" in der Weidinger Straße wird abgerissen. Die angebaute Scheune (rechts) bleibt erhalten und bekommt eine neue Nutzung.

Das Ortsbild in der Schönseer Hauptstraße hat sich grundlegend verändert, nachdem das alte Schulhaus abgerissen ist. Nicht nur mit dem jetzt freien Blick auf die Pfarrkirche eröffnen sich völlig neue Perspektiven. Mitten in der Stadt ist nun eine riesige Freifläche entstanden, die bei entsprechender Platzgestaltung zu einem Filetstück im Ortskern werden kann.

Ein Sachstandsbericht von Architekt Christian Schönberger zur "alten Schule" und zum Anwesen "Weidinger Straße 4", besser bekannt als "Zäch-Anwesen" bildete einen weiteren Schwerpunkt in der jüngsten Stadtratssitzung (wir berichteten). Dass der Abbruch des größten Gebäudes in der Hauptstraße - ein Koloss mit 9 000 Kubikmetern Rauminhalt" große Aufmerksamkeit auf sich gezogen hat, ist wohl nicht verwunderlich. Vom ehemaligen alten Schulhaus ist nur noch ein riesiger Steinhaufen übrig.

Im Kostenrahmen

Wie Christian Schönberger informierte, ist die Analyse auf Schadstoffe mittlerweile abgeschlossen und zum Beweissicherungsverfahren eine Begehung anberaumt. Das Abbruchmaterial wird laut Schönberger nun aufgeladen und mit Blick auf die Staub- und Lärmbelästigung außerhalb der Stadt gebrochen. Mit rund 150 000 Euro an Abbruchkosten sei man etwas unter der Kostenberechnung geblieben. Der Zeitplan für den Abbruch musste zweimal verlängert werden. Die Aufhebung der Sperrung war laut Schönberger wegen der laufenden Asphaltierungsarbeiten erforderlich.

Die hinteren Wände des Gebäudes blieben übrigens als Hangbefestigung stehen und werden mit Abbruchmaterial angefüllt, sodass aufwendige Sicherungsmaßnahmen in Richtung Pfarrkirche und Kapelle vorerst entfallen können. Die eingebauten Natursteine wurden für eine spätere Verwendung beim Bauhof eingelagert. Nun geht es darum, mit einer durchdachten Platzgestaltung und einem eventuellen (kleinen) Ersatzneubau neue Impulse für die Ortsmitte zu setzen. Über entsprechende Konzepte wird man sich in den nächsten Sitzungen beraten. Der Zeitplan sieht vor, dass heuer auch noch ausgeschrieben wird, um 2018 starten zu können. Ähnlich verhält es sich beim "Zäch-Anwesen" in der Weidinger Straße 4. Das Haus wird zusammen mit dem Abbruchmaterial der alten Schule geschreddert, wogegen die angebaute Scheune erhalten bleibt. "Wir haben Platzbedarf", stellte Bürgermeisterin Birgit Höcherl fest. Es gebe bereits Anfragen wegen der Nutzung des Stodls als Lagerraum und sie könne sich auch gut vorstellen, dass die Räumlichkeiten für das Seefest gute Dienste leisten.

Aufwertung für Bügellohe

"Die Stadt Schönsee ist einer der Partner des Projekts": Mit diesem einstimmigen Beschluss gab der Stadtrat grünes Licht für das grenzüberschreitende Projekt "Land-Art Bügellohe", das CeBB-Leiter Hans Eibauer in der letzten Stadtratssitzung vorgestellt hatte. Das Gremium sieht darin eine weitere Aufwertung für die Bügellohe und auch die Kosten sind überschaubar. Für dieses Kunstobjekt sind rund 10 500 Euro an Kosten angesetzt; der Eigenanteil der Stadt liegt bei etwa 1 600 Euro.

Der Tagesordnungspunkt "überörtliche Rechnungsprüfung 2009-2012 und 2013-2015" wurde auf Antrag von Stadtrat Andreas Hopfner aus Gründen der intensiven Einsichtnahme auf eine der nächsten Sitzungen vertagt. Das Protokoll der öffentlichen Sitzung vom 27. Juni wurde einstimmig genehmigt und die Anmerkung von Stadtrat Thomas Schiller zur Kenntnis genommen. Er hatte moniert, dass seine Anträge nicht Bestandteil der Niederschrift seien. Seitens der Verwaltung wurde angemerkt, dass dies nicht üblich und erforderlich sei und die Anträge bei Bedarf jederzeit einsehbar seien.
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