07.02.2018 - 20:00 Uhr
Schönsee

Neues Funktionsgebäude am Nordic-Sport-Zentrum Nicht nur im Winter interessant

Das Nordic-Sport-Centrum Schönsee ist in der gesamten Oberpfalz bekannt - und eines der letzten Pfründe der Tourismusregion. Der Stadtrat nimmt deshalb gerne Geld in die Hand, um die Arbeit der Ehrenamtlichen zu erleichtern. Und auch für die Dorfgemeinschaft Schwand springt etwas heraus.

Das Bergdorf Schwand ist eine schneesichere Gegend und bei den Langläufern der Oberpfalz beliebt. Der Container am Nordic-Sport-Zentrum in Nähe der Ortschaft ist dabei alles andere als schön und auch zu klein, um den Pistenbully unterzubringen. Der Stadtrat sprach sich nun dafür aus, den Blechcontainer in ein neues Funktionsgebäude zu integrieren, welches auch von der Dorfgemeinschaft für Veranstaltungen genutzt werden kann. Bild: Portner
von Gertraud Portner Kontakt Profil

Das Schönseer Land ist eine schneesichere Gegend. Vor allem die bestens gespurten Loipen sind bei den Langläufern beliebt. Dass der Blechcontainer am Nordic-Sport-Centrum bei Schwand (an der alten Straße nach Rackenthal) überdacht werden soll, ist schon lange ein Thema im Schönseer Stadtrat. Und auch die Tatsache, dass mehr Lagerraum benötigt wird.

Nun hat sich eine Möglichkeit, beziehungsweise ein Fördertopf aufgetan, den bestehenden Container in ein Funktionsgebäude zu integrieren, welches für die Belange des Wintersportvereins Platz bietet und ebenso als Dorfgemeinschaftshaus genutzt werden kann. Schließlich gibt es in der ehemaligen selbstständigen Gemeinde Schwand auch kein Wirtshaus mehr, wie Architekt Christian Schönberger am Dienstag bei der Vorstellung der Planung ausführte. An der Südseite entsteht ein 40 Quadratmeter großer Raum, der ganzjährig Platz für Veranstaltungen (wie das Johannisfeuer) bietet und zugleich als Unterstellmöglichkeit für den Pistenbully dienen soll. Ebenfalls nach Süden ist ein offener, überdachter Freibereich geplant.

Offen für Ideen

"Eventuell gibt es da noch weitere kreative Ideen für die Nutzung", sagte Schönberger. In Kürze soll eine Bürgerversammlung in Schwand stattfinden. Der Architekt bezifferte die Kosten auf rund 165 000 Euro; abzüglich einer möglichen Förderung von 73 000 Euro. Außerdem biete der Wintersportverein Eigenleistungen und die Übernahme eines Kostenanteils für den vom Verein genutzten Gebäudetrakt an. Für Zuwege und Stellplätze müssten zusätzlich rund 35 000 Euro veranschlagt werden. "Eine Garage für den Pistenbully für 140 000 Euro ist ein Problem für mich", sagte Hans Schieber. Die weiteren Wortmeldungen sahen dies anders: "Das Gerät muss rauf, denn das Nordic-Ski-Zentrum ist ganz wichtig für das Schönseer Land. Außerdem kann der Bauhof den freien Platz gebrauchen", stellte Thomas Schiller fest. Und Josef Eibauer gab zu bedenken: "Die Wegstrecke vom Bauhof zum Container ist schwierig, da unten in Schönsee oft kein Schnee mehr liegt." Die Stadträte Fleißer, Weinfurtner, Irlbacher und Josef Höcherl betonten, wie wichtig die Arbeit des Wintersportvereins für die Region ist: "Die Stadt muss Geld in die Hand nehmen!" Mit einer Gegenstimme wurde das gemeindliche Einvernehmen für den Bauantrag erteilt und beschlossen, einen Förderantrag für das ELER-Programm (EU-Entwicklungsprogramm für den ländlichen Raum) zu stellen.

Schnell abgehakt war die Beschaffung von Schutzkleidung für die Feuerwehr Schönsee. Sachbearbeiter Waldemar Hansl informierte über den notwendigen Ankauf von 6 Überjacken (Atemschutz) und 15 Schutzanzügen. Dafür gab es einen einstimmigen Beschluss. Die Auftragsverteilung erfolgte anschließend in der nichtöffentlichen Sitzung. Mit 4000 Euro wird sich die Feuerwehr an den Kosten von knapp über 10 000 Euro beteiligen. Mit drei Gegenstimmen wurden die Protokolle der öffentlichen Sitzungen vom 12. und 19. Dezember genehmigt. Andreas Hopfner hatte vorher die Berichtigung von Passagen beantragt, welche die Weiterleitung einer Bauvoranfrage am 16. August 2017 betreffen. Wie er anführte, sei diese laut Rücksprache am Landratsamt dort erst am 15. Dezember eingegangen. Am 16. August habe es sich nur um eine Info-Mail gehandelt, so dass die Sache vier Monate liegengeblieben sei. "Das Protokoll stimmt", entgegnete Geschäftsstellenleiter Matthias Jeitner und belegte die Weiterleitung im August mit einem Mail-Ausdruck.

Heimatpreis Oberpfalz

Unter dem Punkt Informationen und Anfragen informierte Bürgermeisterin Birgit Höcherl, dass die Gemeinden Schönsee, Stadlern und Weiding den "Heimatpreis Oberpfalz" für besondere Verdienste in Bezug auf das Klöppeln erhalten. Die Verleihung durch Heimatminister Markus Söder findet am 15. März in Amberg statt. Eine gute Nachricht hatte noch Matthias Jeitner parat: "Für die Sickerwasserentsorgung an der Deponie werden wir voraussichtlich Fördermittel erhalten."

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