Präsentation der neuen Erlebniswelt am Moorbad
Schmuggler und schiefe Türme

Den Stadträten mit Bürgermeisterin Birgit Höcherl (Mitte) und Bauhofleiter Josef Haberl (links) gefiel der Entwurf für den Schmuggler-Spielplatz, welchen Eva Höppner (rechts) und Tom Thomas von der Kulturinsel Einsiedel am Dienstagabend präsentierten. Der Sandspielplatz mit Mühle soll erst 2019 auf dem jetzigen Parkplatz gegenüber des Moorbades entstehen. Türme und Schmuggler-Dorf werden heuer und nächstes Jahr gebaut. Bilder: Portner (2)
Politik
Schönsee
28.06.2017
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Bis zu acht Meter hoch werden diese bunten Holztürme aus Robinien- und Eichenholz am jetzigen Tennisplatz (hinter dem Zaun). Die drei Türme werden als aktives Spielelement mit einem Kletternetz verbunden. Und natürlich gibt es ein Sicherheitskonzept.

Wippe und Karussell erfordern wenig Kreativität. Beim Moorbad in Schönsee entsteht deshalb ein Spielplatz, der den Kindern ein spannendes Experimentierfeld zwischen Kunst, Kultur und Natur bietet. Nahe der Grenze lautet das Motto "Schmuggler" und auch einen Schatz soll es geben.

Eine Mühle fördert das Wasser vom bestehenden Bach zu einem Wagen auf Schienen, der von einem Holzpferd gezogen wird. Im Schmuggler-Dorf gibt es bunte Hütten fürs Rollenspiel und im Matschbereich geht es so richtig zur Sache. Für die Spiel-Erlebniswelt am Moorbad sind Ideen, Budget und Zeitplan bereits festgezurrt.

Groß und ungewöhnlich

Bürgermeisterin Birgit Höcherl begrüßte zur Stadtratssitzung am Dienstagabend zwei Mitarbeiter der "Kulturinsel Einsiedel" bei Görlitz. Nachdem Jürgen Bergmann (Inhaber der Künstlerischen Holzgestaltung) schon zwei Mal in Schönsee war, konnten Eva Höppner und Tom Thomas den Räten nicht nur eine Skizze, sondern bereits fertige Modelle präsentieren. "Wir sind eine Firma, die große und ungewöhnliche Dinge baut. Deshalb gibt es auch keinen Katalog", erklärte Höppner. Die Entwicklung erfolgt zusammen mit den Auftraggebern je nach Situation.

"Das Budget steht. Jetzt geht es um Entwürfe und Zeitplan", betonte Birgit Höcherl. Im Haushalt der Stadt Schönsee sind für 2017 100 000 Euro eingeplant, sowie für die beiden Folgejahre noch jeweils 30 000 Euro. Das Ziel ist eine erweiterbare Erlebniswelt. "Damit es eine tolle Sache wird, ist es wichtig, dass das Gelände entwickelt wird", betonte Höppner. Von seiten der Stadt ist die Gelände-Modellierung zu erstellen. Durch Pflanzen, Freischneiden der Büsche und Erdbewegungen wird eine parkähnliche Anlage geschaffen. Hier ist der Bauhof gefordert. Geräte, Transport, Aufbau und Sicherheitsabnahme übernimmt die Bergmann GmbH.

Nach der Vorstellung der Pläne im Sitzungssaal wurden die Modelle bei einem Ortstermin direkt an ihrem künftigen Standplatz präsentiert. Noch im Jahr 2017 soll der jetzige Parkplatz beim Moorbad (unterhalb der Tennisplätze) in Angriff genommen werden. Hier wird ein Erdwall mit zwei Hügeln aufgeschüttet, auf dem Türme mit Zinnen zum Spielen einladen. Am alten Tennisplatz entstehen drei bunte Türme als aktives Spielelement, die mit einem Kletternetz verbunden sind. In den bis zu acht Meter hohen Holztürmen sind Aufgänge und Podeste verborgen - und unten im Sand sind es "glitzernde Schätze". Am hinteren Ufer des Moorbades (beim Funktionsgebäude) ist ein Kleinkinderspielplatz mit Holzschwein angedacht.

Stadtrat Thomas Schiller fragte nach, was mit den Geräten nach der Auflösung des Spielplatzes in der Böhmerwaldstraße passiert. Denn Vogelnest-Schaukel und Rutsche seien noch gut in Schuss. "Das sind auch Holzgeräte, die könnte man gut in die Erlebniswelt integrieren", meinte die Bürgermeisterin. Dazu wird Eva Höppner noch Vorschläge unterbreiten. Die Angebote der Firma Bergmann GmbH waren dann Thema in der nichtöffentlichen Sitzung. Vorher informierte Tom Thomas noch über die Ausführung. So wird viel Robinienholz verwendet; die Wände der Spielelemente sind aus Eiche oder Fichte. Thema war dann noch die Sicherheitsprüfung und Thomas Schiller wünschte sich eine Benennung der ungefähren Bauhofkosten. "Das wird nachgeliefert", versprach Hüppner.

Weiteres Projekt

Zusätzlich besprochen wurde das Projekt "Mehrgenerationenplatz". Die drei Geräte in Stangenbauweise sind nicht im Budget für den Erlebnisspielplatz enthalten und tragen den Namen "Jungformatoren". Wie Eva Höppner ausführte, wurden "Maschinen" entwickelt, bei denen sich etwas bewegt. Der physikalische Effekt und die Bewegung sollen Familien und Gruppen anlocken (auch für Rollstuhlfahrer geeignet).

"Die Kreativität steht im Vordergrund", betonte Bürgermeisterin Birgit Höcherl. Die Maßnahme wird mit 60 Prozent gefördert. Die Örtlichkeit für den Mehrgenerationenplatz ist noch offen; sollte laut Höcherl aber in Nähe der Erlebniswelt liegen.
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Thomas Schiller aus Schönsee | 28.06.2017 | 21:51  
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