Weihnachtssitzung im Stadtrat Schönsee
Kultur in vielen Facetten

Politik
Schönsee
15.12.2016
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Zwei Grundsatzbeschlüsse und etliche Informationen standen auf der Tagesordnung der Weihnachtssitzung des Stadtrates Schönsee. Kurz vorm Jahreswechsel gingen zwei sehr positive Meldungen in der Grenzstadt ein.

Bürgermeisterin Birgit Höcherl stellte kurz den aktuellen Sachstand zum regionalen Kooperationsprojekt "Mehrgenerationenplätze" vor. So wie etliche weitere Kommunen im Landkreis will auch Schönsee am LAG-Projekt (Förderung bis zu 60 Prozent in Aussicht) teilnehmen. Dafür gab es am Dienstag einen einstimmigen Beschluss.

Neues Konzept

Details zum geplanten Projekt im Moorbadbereich werden erst im Laufe des nächsten Jahres beraten. Ein Angebot für einen Spielplatz in herkömmlicher Art liegt bereits vor, wobei den Stadträten auch ein neues Konzept für eine Erlebniswelt in Art der "Kulturinsel Einsiedel" sehr gut gefällt. Dies ist ein Abenteuerfreizeitpark im Landkreis Görlitz in Sachsen, auf welchen Birgit Höcherl bei einem Bürgermeisterausflug aufmerksam wurde. Eine Stadtratsdelegation nahm die künstlerischen Holzkonstruktionen im November in Augenschein. Einstimmig sprach sich das Gremium auch für die Fortführung der interkommunalen Zusammenarbeit in der ILE Brückenland Bayern Böhmen aus. Die Umlage dafür beträgt derzeit 1,20 Euro je Einwohner. "Ich hoffe, dass die Gemeinden sich aufraffen und auf unterschiedlicher Basis etwas bewegen", sagte Josef Eibauer. Wie die Bürgermeisterin informierte, sei es geplant, wieder einen Regional-Manager zu suchen, der Projekte vorantreibt.

Die Wahlmöglichkeiten zur Änderung des Umsatzsteuergesetzes erläuterte Sachbearbeiter Waldemar Hansl. Derzeit sei noch nicht absehbar, welche Variante für die Stadt günstiger kommt. Alle Räte waren dafür, zunächst das bisherige Recht anzuwenden und eine Optionserklärung beim Finanzamt einzureichen. Die Verwaltung hat damit bis Ende 2020 Zeit, die Vorteile und Nachteile abzuwägen.

Beim Punkt "Informationen" gab Birgit Höcherl bekannt, dass das Spitzenklöppeln im Oberpfälzer Wald ab sofort zum "Immateriellen Kulturerbe" Deutschlands zählt. Das filigrane Handwerk hat es damit nicht nur in das bayerische Verzeichnis geschafft. "Das ist eine tolle Sache. Unser Dank gilt den Bemühungen des Klöppelkreises Schönsee-Stadlern-Tiefenbach", lobte die Bürgermeisterin. Sie informierte, dass der Antrag der Freien Wähler zum "Gehweg Norma" behandelt wird und für Mitte Januar eine Ortsbesichtigung mit Gottfried Weishäupl vom Staatlichen Straßenbauamt vereinbart wurde. "Der Kindergarten-Bustransport ist geplatzt. Kann die Stadt die Sache in die Hand nehmen?", fragte Stadtrat Reinhard Kreuzer nach, nachdem die angedachte Variante nicht zustande gekommen war. "Die Gespräche mit der Kindergartenleitung und den Eltern laufen", sagte Höcherl. Über das Ergebnis werde sie in der nächsten Stadtratssitzung berichten.

Andreas Kulzer sprach die Stauden an der Ortseinfahrt Dietersdorf-Ost an, nachdem derzeit die Witterung passe. "Die Hecken wegnehmen ist okay, die Gestaltung hat aber noch Zeit", so die Bürgermeisterin. Die Bürgeranfragen diesbezüglich wurden an Architekten Andreas Thammer weitergeleitet.

Zwecks Kindergarten-Neubau laufen diese Woche zwei Gespräche mit der Diözese und der Kirchenverwaltung. Laut Höcherl gibt es eine Entwarnung für den enormen Zeitdruck, nachdem sich eine Änderung beim Raumprogramm abzeichnet. "Advent im Wald hat an zwei Tagen rund 7000 Besucher in den Grenzwald am Eulenberg gezogen", gab sie anschließend noch bekannt. Dies war der Anlass für Zweiten Bürgermeister Josef Irlbacher, den Zusammenhalt im Pascherverein zu würdigen: "Vorsitzende Birgit Höcherl kann die Leute seit zehn Jahren begeistern. Dafür gilt ihr großer Dank, den das Schönseer Land wird damit sehr gut nach außen vertreten." Höcherl gab den Dank weiter: "Hunderte sind hier ehrenamtlich im Einsatz, und das ist nicht selbstverständlich!" Das Gremium untermauerte die Worte mit Applaus.

Vereinbarung mit CeBB

Irlbacher hatte noch eine weitere positive Meldung parat: Das Centrum Bavaria Bohemia fungiert künftig als Koordinierungsstelle für die bayerisch-tschechische kulturelle Zusammenarbeit. Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle unterzeichnete am Montag die Vereinbarung. "Dies bringt mehr Sicherheit für unser Haus hier in Schönsee", freute sich Irlbacher, der nicht vergaß, Hans Eibauer für seine Vorarbeit zu danken. "Ist das wieder ein Titel ohne Mittel?", fragte Thomas Schiller nach, der sich wünscht, dass die Regierungen von Bayern und Tschechien Geld mitbringen und nicht nur Lob. Der Einwand wurde auf die Januarsitzung verwiesen, da hier CeBB-Geschäftsführer Hans Eibauer anwesend sein wird, um den jährlichen Bericht abzugeben. Die Bürgermeisterin sprach abschließend noch einige Worte zum Jahresabschluss (siehe Kasten).

Vorsitzende Birgit Höcherl kann die Leute im Pascherverein seit zehn Jahren begeistern. Dafür gilt ihr großer Dank, den das Schönseer Land wird damit sehr gut nach außen vertreten.Zweiter Bürgermeister Josef Irlbacher zum Erfolg von "Advent im Wald"
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