Dr. Claudia Levin referiert beim hausärztlichen Qualitätszirkel
Neue Kenntnisse in Palliativmedizin

Dr. Birgitt Weinhold (rechts) hieß beim Qualitätszirkel Dr. Claudia Levin willkommen. Bild: exb
Vermischtes
Schönsee
16.10.2017
95
0

Schönsee/Tiefenbach. Beim jüngsten Treffen des hausärztlichen Qualitätszirkels Schönsee-Tiefenbach rückten die Themen Hospizarbeit und Palliativmedizin in den Fokus. Eine erfahrene Referentin gab ihr Wissen aus der ärztlichen Praxis an die Kollegen weiter.

Der Qualitätszirkel wurde vor mehreren Jahren von Dr. Birgitt Weinhold und Dr. Herbert Killer gegründet, als der regelmäßige Besuch eines solchen Zirkels per Hausarztvertrag zur Pflicht für Allgemeinärzte wurde. Zu Gast sind üblicherweise Allgemeinärzte aus Tiefenbach, Schönsee und Umgebung. Dieses Mal lockte das interessante Thema auch Gäste aus Roding, Furth im Wald, Cham und Arnbruck an.

Für diesen Termin konnte Dr. Claudia Levin aus München als Referentin gewonnen werden. Sie ist Fachärztin für Allgemeinmedizin und tief in den Themen Hospizarbeit und Palliativmedizin verwurzelt. So hat sie beispielsweise bereits sehr früh in ihrer Praxis mit HIV-Infizierten gearbeitet. Dr. Levin bildet darüber hinaus in 40-Stunden-Kursen Ärzte für die Zusatzbezeichnung Palliativmedizin aus. Die Referentin wurde von ihrem Hund "Lotta" begleitet, der demnächst zum Hospizhund ausgebildet wird.

Zur Begrüßung überreichte Dr. Birgitt Weinhold der Referentin als Dankeschön für ihr Kommen ein herbstliches Gesteck. Ein besonderes Willkommen galt einer Abordnung der ambulanten Palliativversorgung "Palliamo" aus Cham: Zwei Krankenschwestern waren stellvertretend für ihr Team gekommen. Es folgte eine Einführung in rechtliche Fragen bei Sterbenden, unter anderem zum Thema Sterbehilfe und welcher Standpunkt dazu in der ärztlichen Berufsordnung vertreten wird. Die Teilnehmer erfuhren, dass es - ausgehend von vorliegenden Zahlen - trotz schwerer Erkrankung bei adäquater Behandlung nie zu einer Selbsttötung komme. Voraussetzung sei aber eine echte Linderung der Symptome.

Danach wurden in Kleingruppen Fragen bearbeitet. Eine der wichtigen Informationen war, dass bei Atemnot allgemeine Maßnahmen hilfreich seien, um das Gefühl einer erleichterten Atmung zu bekommen. Es genüge hier oft schon ein Handventilator. Ebenso wurde pflanzliche Möglichkeiten bei verschiedensten Symptomen wie Salbei bei Speichelfluss oder Aromatherapie bei der Atemnot vorgestellt. Neben schulmedizinischen Medikamenten und Maßnahmen sprach Dr. Levin auch über die homöopathische Behandlung bei Sterbenden. Hierzu hat die Referentin gemeinsam mit zwei Coautorinnen das Buch "Homöopathie in der Palliativmedizin" herausgegeben Zum Thema Homöopathie hatten mehrere Teilnehmer selbst Beiträge beizusteuern.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.