25.02.2018 - 20:00 Uhr
Schönsee

Franz Spichtinger referiert beim Seminar in der Fastenzeit Auferstehung als Glaubensbasis

Fünf Glaubensseminare bietet die Pfarreiengemeinschaft Schönsee-Weiding ihren Gläubigen in der Fastenzeit. Der Vortrag von Franz Spichtinger war mit "Leid, Tod und Auferstehung" überschrieben.

Pfarrer Wolfgang Dietz (rechts) dankte Referent Franz Spichtinger für sein Engagement in der Katholischen Erwachsenenbildung. Bild: mmj
von Ludwig HöcherlProfil

Spichtinger ist Referent beim Katholischen Erwachsenenbildungswerk und ein gebürtiger Plößer. Er schilderte, dass seit dem Beginn der aufgezeichneten Geschichte, der Mensch unter Krieg, Krankheit, Verfolgung, Hungersnot und Elend gelitten hat. Warum sollte aber ein liebender himmlischer Vater die Menschheit erschaffen um zu leiden, und das für so lange Zeit?

Die Frage nach dem Leid der Welt im Angesicht Gottes sei eine der größten Anfragen an das Christentum, stellte Spichtinger fest. Wie könne es sein, dass vor Gottes Augen Kinder sterben, Arme verhungern, Menschen leiden? Kann es einen Allmächtigen eigentlich geben, der das alles geschehen lässt? Das Leid des Gottessohnes, das Leid jedes Menschen sei die schärfste Waffe des Atheismus. Dieser verneine die Existenz eines Gottes.

Die Frage, wie sich der umfassend gute, liebe und barmherzige Gott vor uns für das von ihm zugelassene Leid rechtfertigt, bewege Christen von Anbeginn. Weder moderne Wissenschaft, noch die Theologen und Philosophen hätten eine Antwort gefunden. Mit dem Verstand lasse sich da anscheinend nicht recht viel anfangen - "das ist also Glaubenssache", schloss Spichtinger. Unabhängig von tausend Antwortversuchen sei der Leidensalltag durchzustehen und auszuhalten. Über nicht durchschaubare Fragen wie Gott, Allmacht, Heil, Leid, Auferstehung, ewiges Leben zu reden, das sei rätselhaftes, geheimnisvolles Gebiet. Die Auferstehung Jesu bilde die Grundlage für den Glauben und sei Hoffnung über den Tod hinaus. Tod sei also nicht das Ende. Das werde von vielen ernstzunehmenden Menschen bezeugt: Sie erlebten den vom Tod auferstandenen Christus. Dieser habe den Tod besiegt.

Genau darauf gründe sich der christliche Glaube: Auf einer Macht, die stärker ist als der Tod. Christen glauben daran, dass Jesus gestorben und wiederauferstanden ist, weil sie selbst auf ein Leben nach dem Tod hoffen. Diese Auferstehung feiern die Menschen zu Ostern.

Zum Abschluss dankte Pfarrer Wolfgang Dietz dem Referenten für sein leidenschaftliches Engagement in der Erwachsenenbildung. Am Mittwoch, 28. Februar, 19.45 Uhr, treffen sich die Teilnehmer am Glaubensseminar mit Gemeindeassistent Christian Glaser zur "Spätschicht", ebenfalls im Caritashaus.

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