15.04.2018 - 19:06 Uhr
SchönseeOberpfalz

Jagdgenossenschaft Schönsee tagt Effiziente Bejagung diskutiert

Wildschweine und Rotwild sorgen für Schäden im Revier der Jagdgenossenschaft Schönsee. Bei der Jahreshauptversammlung werden Gegenmaßnahmen diskutiert. Es gibt Informationen zu Schadensregulierungen und zur Kalkung von Waldböden. Auch Wahlen stehen an.

von Ludwig HöcherlProfil

Jagdvorsteher Josef Haberl konnte nicht anwesend sein und so begrüßte Stellvertreter Hans Korte die Mitglieder der Jagdgenossenschaft, ebenso Landtagsabgeordneten Alexander Flierl, Bürgermeisterin Birgit Höcherl, die Jagdpächter und Jäger. Mit der Anwesenheit von 43 Mitgliedern mit einer bejagbaren Fläche von 688 Hektar war die Beschlussfähigkeit der Versammlung gegeben. Als Mitglied der Vorstandschaft gab Kassier Hans Zach den Bericht über das vergangene Jahr. In der Rückschau erwähnte Zach unter anderem den Besuch der Hegeschau, die erfolgte Auszahlung des Jagdpachts sowie die Jagdschäden. Bei der Schadensregulierung dankte er besonders den Landwirten, die keine Schadensersatzleistungen in Anspruch nahmen.

Im Ausblick erfolgten Informationen zu alternativen Angeboten des Bayerischen Bauernverbandes zur Führung des elektronischen Jagdkatasters sowie zur anstehenden Neuerstellung des Verbissgutachtens für das laufende Jahr. Die Jagdpächter gingen in ihrem Bericht vor allem auf die umfangreichen Maisbestände, die Erfüllung der Abschusspläne sowie die anhaltenden Probleme durch das Schwarzwild ein. Der vermehrte Anbau von Zwischenfrüchten sowie die Anlage von Wildäckern würden nachhaltig zur Reduzierung der Verbissschäden beitragen. Bürgermeisterin Birgit Höcherl stellte in ihrem Grußwort das gute Einvernehmen zwischen Vorstandschaft, Jägerschaft und Jagdgenossen in den Vordergrund. Weiter kam sie auf die Koordination und zeitliche Abarbeitung der anfallenden Wildschadensregulierungen seitens der Verwaltung zu sprechen.

Bei der turnusmäßigen Neuwahl wurden mit Josef Haberl als ersten Jagdvorsteher und Stellvertreter Hans Korte die beiden bisherigen Vorsitzenden bestätigt (siehe Infokasten). Dem bisherigen Kassenprüfer Georg Ebenhöch, der sich altersbedingt nicht mehr für eine Neuwahl zur Verfügung stellte, dankte die Vorstandschaft für seine 35-jährige Tätigkeit mit einem Präsent.

Bei der allgemeinen Diskussion kam zwischen einzelnen Jagdgenossen und Jagdpächtern die Wildschweinproblematik zur Sprache. Dabei wurde über verschiedene Methoden einer effizienten Bejagung mit Nachtsichtgeräten oder spezielle Saufängen diskutiert. Die aktuell umfangreichen auftretenden Schälschäden durch Rotwild, trotz rotwildfreiem Jagdgebiet, standen ebenfalls zur Debatte.

Jagdvorsteher Andreas Kulzer von der benachbarten Jagdgenossenschaft Dietersdorf, stellte Möglichkeiten zur Kalkung von Waldböden vor. Landtagsabgeordneter Alexander Flierl sprach über die Möglichkeiten zur Pflege von Hecken und Gehölzen an Flurrändern, wofür auch öffentliche Fördermittel zur Verfügung stünden. Für die Jagdpächter war es nach dem offiziellen Teil selbstverständlich, die Anwesenden zum Jagdessen einzuladen.

Neuwahlen

Jagdvorsteher Josef Haberl, Stellvertreter Hans Korte. Beisitzer: Hans Betz und Xaver Bayer. Schriftführer: Bernhard Treiber. Kassier: Hans Zach. Kassenprüfer Georg Hirn, Andreas Hopfner.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.