LBV-Kreisgruppe Schwandorf greift zu Rechen und Heugabel
Pflege in Handarbeit

Die LBV-Aktiven mähten die Schösslingen von Pappeln, Faulbaum und Brombeeren und schafften damit Platz für seltene Pflanzen wie die Arnika. Bild: Susanne Götte (exb)
Vermischtes
Schönsee
11.09.2017
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Was für viele unverständlich klingt, ist für manche seltenen Pflanzen im Lindauer Quellmoor bei Schönsee überlebenswichtig: Biotopschutz mit Balkenmäher und Freischneider. Denn damit das Breitblättrige Knabenkraut oder die Niedrige Schwarzwurzel im Lindauer Quellmoor gedeihen können, müssen Faulbaum, Brombeere und Co regelmäßig abgemäht werden.

Einen Teil der Fläche, die seit 1985 dem Landesbund für Vogelschutz (LBV) gehört, mäht seit vielen Jahren Landwirt Johann Linsmeier aus Lindau. Bei einem kleineren Teil ist jedoch Handarbeit gefragt. So griffen Anfang September acht Freiwillige der LBV-Kreisgruppe Schwandorf zu Rechen und Heugabeln, um die Artenvielfalt in dem Biotop zu fördern. "Denn weil in dem Gebiet unterschiedliche Lebensräume zusammentreffen, bietet es Platz für Arten, die für ihre Entwicklung sowohl trockene, als auch feuchte Bereiche benötigen. Dazu gehört z. B. der Warzenbeißer, eine große Heuschrecke, genauso wie die stark gefährdete Kreuzotter", erläuterte Werner Schuler, der Ehrenvorsitzende der LBV-Kreisgruppe.
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