15.11.2017 - 16:04 Uhr
SchönseeOberpfalz

Nachbarschaftshilfe wird gerne angenommen Bedarf steigt weiter

Die Nachbarschaftshilfe im Schönseer Land weist steigende Einsatzzahlen auf. Die ehrenamtliche Unterstützung ist dabei nicht nur für Senioren sehr wichtig.

Deutschkenntnisse vermittelt Herbert Antes (links) bei der Nachbarschaftshilfe. Dieses Angebot nimmt auch der Eslarner Pfarrvikar Pater Dr. Beatus Urassa (Zweiter von rechts), gerne an. Bild: mmj
von Ludwig HöcherlProfil

238 Einsätze haben Mitglieder des Vereins "Nachbarschaftshilfe im Schönseer Land" geleistet. Wie Vorsitzende Sonja Toleikis bei der Jahreshauptversammlung dieser gemeinnützigen Einrichtung berichtete, bedeute diese Zahl eine Steigerung von über 50 Prozent gegenüber dem Vorjahr (155). Dies zeige, dass Hilfestellung oder Beistand gewünscht wird oder notwendig ist und besonders von Senioren und Alleinstehenden gerne angenommen werde. Ob die Vereinbarung von Terminen bei Ärzten, Einkäufen, oder einfach ein Besuch bei Alleinstehenden - umfangreich sind die Möglichkeiten der Mitglieder sich zu engagieren. Behördengänge gehören genauso dazu wie die Erledigung von Schriftverkehr.

Computerkurs geplant

In zwei Sitzungen besprach die Vorstandschaft aktuelle Themen der Vereinsarbeit. Bei einem "Tag der offenen Tür" im Hutschahaus stellte die Nachbarschaftshilfe die Vielfalt ihrer Engagements vor. Einen sehr guten Zuspruch fand unter Leitung von Helmut Kiesl ein PC-Kurs für Senioren; eine Neuauflage im Frühjahr ist geplant. Bei einer Aktion der "nebenan.de-Stiftung" war der Verein unter 1300 Gruppierungen dabei. Zum Thema "Integration" erwähnte Toleikis, dass eine kurdische Familie von ihr und ihrem Ehemann Helmut betreut werde. Generell seien Überlegungen anzustellen, wie ein Treffen mit den Asylbewerbern zustande kommen könnte. Allerdings war den Anwesenden bewusst, dass dabei die Sprachbarrieren für eine Verständigung nicht außer acht zu lassen sind.

Dazu äußerte sich in der Runde auch Herbert Antes, der wöchentlich Deutsch unterrichtet. Zeit nimmt sich ebenfalls eine Studentin mit Nachhilfestunden für ein Kind aus Tschetschenien. Ob Integration auch damit gefördert wird und gelinge, dass anerkannte Flüchtlinge oder Asylbewerber bei der Nachbarschaftshilfe eingebunden werden können, sei rechtlich auszuloten, so der Tenor der Mitglieder. Versicherungsfragen und die Notwendigkeit einer Arbeitserlaubnis seien dazu von Bedeutung und deshalb mit der Asylberaterin bei deren Sprechstunden im Rathaus zu klären.

Arbeit wird geschätzt

"Die Menschen wissen die Arbeit der Nachbarschaftshilfe zu schätzen", bekräftigte Bürgermeisterin Birgit Höcherl in ihrem Dank an die Mitglieder. Nach ihrer Meinung werde sich der Bedarf an Einsätzen weiter erhöhen. Auch sei ihr bekannt, dass das Informationsangebot der Asylberaterin gerne angenommen wird. Mit der Anwesenheit von Bürgermeister Gerald Reiter (Stadlern) und Bürgermeister-Stellvertreter Christian Ring (Weiding) unterstrichen die drei VG-Kommunen die wichtige Arbeit dieses gemeinnützigen Vereins.

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