Pfarrer Wolfgang Dietz: Nichts ist so sicher wie Veränderungen
Mit Gottvertrauen und Sanduhr

Für den Pfarrgemeinderat sprach Herbert Spichtinger über das Jahr 2016 in der Pfarrei.
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Schönsee
02.01.2017
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Pfarrer Wolfgang Dietz verglich die Rückschau auf das vergangene Jahr mit dem Zurückblättern in einem Buch. Er thematisierte in der Predigt das Verrinnen der Zeit und hatte eine Sanduhr mitgebracht. Bilder: mmj (2)

An der Schwelle zum Jahreswechsel gelte es, sich Zeit zu nehmen und Gott für das vergangene Jahr zu danken, meinte Pfarrer Wolfgang Dietz in seiner Bilanz zum Jahresende. Die Rückschau versinnbildlichte der Geistliche im letzten Gottesdienst des Jahres 2016 mit einem Buch.

"Im vergangenen Jahr wurden darin neue Seiten unseres Lebens geschrieben. Im Zurückblättern lesen wir spannende Seiten von voller Begeisterung und Aufregung, langweilige Seiten, oder Geschriebenes, das man trotz mehrmaligem Lesen kaum verstehen kann", sagte Dietz. Oft beinhalte das Buch Seiten über Gemeinheiten, die man dann am liebsten herausreißen möchte, aber auch diese gehören zum Jahr. "All diese Seiten vertrauen wir in der heiligen Messe dem guten Gott an."

Herbert Spichtinger, Mitglied im Pfarrgemeinderat, blickte zurück auf Aktivitäten der Pfarrei und stellte markante Anlässe heraus. 7 Kinder empfingen in der Pfarrkirche das Sakrament der Taufe, 2 Paare standen vor dem Traualtar. "Jesus, unsere Mitte" war das Motto der 23 Kommunionkinder, die am 24. April zum Tisch des Herrn gingen. 12 Ehepaare feierten am 5. Juni bei einem Gottesdienst ihr Ehejubiläum. Die alljährliche Wallfahrt führte am 19. Juni nach Pleystein. Eine Woche später wurde in Dietersdorf das 125-jährige Bestehen der Dorfkirche "Maria vom Siege" gefeiert. Der Pfarrausflug nach Neumarkt stand am 10. Juli im Jahresprogramm. Die Kolpingfamilie erinnerte bei einem Festgottesdienst am 17. September an ihre Gründung vor 70 Jahren. Am 3. Oktober wurde der Wallfahrtsort Altötting besucht. 30 Pfarrangehörige wurden an ihre letzte Ruhestätte begleitet.

Oft am Altar

Für Spichtinger war der Gottesdienst zum Jahresschluss Anlass "Vergelt's Gott" zu sagen. Er dankte Pfarrer Wolfgang Dietz vor allem für die würdevolle Gestaltung der Gottesdienste und Gemeindereferentin Antonia Preßl für ihre Arbeit in der Pfarrei. Besonderer Dank galt den 48 Ministranten. Durchschnittlich 30 Mal stand jeder im vergangenen Jahr am Altar. Sie waren als Sternsinger unterwegs und beim Karfreitag-Ratschen. Dazu kamen Einsätze bei der Minibrot-Aktion und bei "Advent im Wald". Spichtinger dankte auch Ernestine Linsmeier und Josef Bayer für ihren Mesnerdienst sowie Lektoren, Kommunionhelfern, Organist Hubert Reimer, seinen Vertretern an der Orgel und dem Kirchenchor.

Wichtiger Beitrag

Die Organisatoren der Familiengottesdienste, Tischmütter, Kirchenverwaltung und Pfarrgemeinderat, sie alle würden einen wichtigen Beitrag für eine lebendige Pfarrgemeinde liefern. Dazu zählte Herbert Spichtinger auch den Frauenbund, die Kolpingfamilie, den Seniorenkreis, die Gruppe Impuls, den Frauenkreis und die Aktiven bei der Caritassammlung. Der große Einsatz von Helfern, manchmal auch verborgen in unscheinbaren Taten Einzelner, bringe das Licht Gottes in die Pfarrgemeinde.

In seiner Predigt ging Pfarrer Dietz auf das Verrinnen der Zeit ein. Dazu hatte er symbolisch eine Sanduhr mitgebracht. Nichts sei so sicher wie die ständige Veränderung. "Mit Vertrauen auf Gott werden wir alles schaffen, Gott kann alles zum Guten wenden", so der Geistliche.
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