Simone Ostermeier ist neue bayerische Woll-Königin
Majestät hält Hof

Die Autogrammkarten sind fertig. Simone I. aus Schwand bei Schönsee wird damit nicht nur bei Terminen in ganz Bayern unterwegs sein. Bild: exb
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Schönsee
01.09.2017
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Gekrönte Häupter sieht man meist nur in Zeitschriften oder im Fernsehen. Die Bevölkerung im Altlandkreis wird einer Königin nun öfters begegnen: Simone Ostermeier (19) trägt für 24 Monate den Titel "Bayerische Wollkönigin". Und sie kennt sich mit Schafen aus.

Schafe und Wolle gehören zusammen. So kürt der Verband der Bayerischen Wollerzeuger-Gemeinschaft alle zwei Jahre seine Woll-Königin. 2015 erhielt eine junge Dame aus Unterfranken die Insignien einer Königin. Mit Simone Ostermeier aus Schwand (Stadt Schönsee) gingen jetzt Krone und Zepter in die Oberpfalz.

Bürgermeisterin gratuliert

"Der Schorsch hat mich zur Bewerbung animiert", sagte die angehende Studentin der Wirtschaftswissenschaften zu Bürgermeisterin Birgit Höcherl, die namens der Stadt zum Gratulieren gekommen war. Mit dem Schorsch meint sie Georg Romeder, einen passionierten Schäfer, der selbst 20 Muttertiere betreut und als Vertreter der Oberpfalz im Landesverband Bayerischer Schafhalter sitzt. Er sah schon eine Chance auf diesen Titel, "die Simone sei ja schon immer mit Lämmern und Schafen bestens vertraut". "Wir wussten nicht, was nach dieser Bewerbung alles auf uns zukommt", meinte Mutter Margit. Und ihre Schwester Julia ergänzte, dass das alles ganz schön aufregend war.

Schärpe und Krone

Noch mehr war das dann aber die Krönung bei der 35. Maisacher Schafschau. Teilnehmer aus Deutschland, Österreich und Südtirol präsentierten in dem Ort im Landkreis Fürstenfeldbruck nicht nur ihre Tiere, sie wurden auch Zeuge dieser feierlichen Zeremonie. Martin Brickel, Vorsitzender der Wollerzeuger-Gemeinschaft, informierte in Auszügen über die Ausschreibung der Bewerbung für diese Würde. Eine Jury habe letztendlich Simone Ostermeier auserkoren und bestimmt. "Du bist bestens geeignet", meinte der Vorsitzende an die junge Dame gewandt und bat sie, auf einem mit Schaffell bedeckten Stuhl Platz zu nehmen. Brickel setzte ihr die Krone auf und überreichte Zepter und Schärpe als weitere Insignien der Königswürde.

In ihrer Thronrede machte Simone I. ihre Verbundenheit zur Schafhaltung deutlich. Bemerkenswert für die Zuschauer war dabei auch ihr Wissen über Schafwolle und Direktvermarktung der Fleisch- und Wursterzeugnisse von Schaf und Lamm. Zudem sei nach ihrer Überzeugung die Schäferei eine tragende Säule bei der Sicherung ökologisch wertvollster Landschaften. Sie werde sich in den kommenden zwei Jahren besonders für die Anliegen der bayerischen Schafhalter nach ihren Möglichkeiten einsetzen.

Und Möglichkeiten hat die Woll-Königin in nächster Zeit genügend. Sei es bei Schäferfesten, auf der "Grünen Woche" in Berlin oder bei verschiedenen Empfängen. Die Autogrammkarten sind vorbereitet.
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