14.05.2017 - 20:00 Uhr
SchönseeOberpfalz

Ulrich Haag schwimmt in einem Jahr 322 Kilometer - Besuch in Stadlern: Im Wasser quer durch Deutschland

(mmj) Quer durch Deutschland schwimmen? Gibt's nicht! Für Ulrich Haag aus Remchingen (Enzkreis) schon. Der Ausdauersportler aus Baden-Württemberg, der Mitglied im Schönseer Verein "Heimatgemeinde Plöß" ist, hatte darüber seine eigene Philosophie - und hat sie im Wasser umgesetzt. Das Andenken an die Heimat seiner Mutter hält er aus der Ferne wach.

Ausdauersportler Ulrich Haag schwamm 320 Kilometer. So lang ist die Strecke (Luftlinie), die quer durch Deutschland von Au am Rhein bis Schönsee geht. Bild: exb
von Ludwig HöcherlProfil

Von West nach Ost

Es gibt keinen Fluss quer durch Deutschland. Deshalb setzte sich Ulrich Haag für das Vorhaben seine eigene Regel. Als Start und Ziel wählte er dabei Orte, zu denen der 50-Jährige eine verwandtschaftliche Verbindung hat. In Au am Rhein, an der Westgrenze zu Frankreich, lebt seine Nichte und einen Steinwurf zur Grenze nach Tschechien, im Schönseer Land, wohnen Verwandte seiner Mutter, die in Plöß geboren wurde. Die Länge von 322 Kilometern - Luftlinie von West nach Ost - waren so die Vorgabe für seinen Plan, den er innerhalb eines Jahres umsetzen wollte. Und das Vorhaben wurde Realität.

Im April 2016 startete er in Grötzingen beim 24-Stunden-Schwimmen seine erste Etappe. Verschiedene Strecken folgten in den nächsten Monaten. Für seinen persönlichen Rekord sprang der Diplom-Kaufmann insgesamt 17 Mal ins Wasser. Offen waren letztendlich noch exakt 8,2 Kilometer.

Zum "Frauentag"

Die schaffte der Baden-Württemberger in Neckarshausen bei Mannheim anlässlich des dortigen 24-Stunden-Schwimmens. Als Fan von glatten Zahlen legte er noch drei Kilometer drauf und brachte es bei seiner "Deutschlanddurchquerung" auf 325 Kilometer.

Natürlich waren auch seine Verwandten in Charlottenthal und Dietersdorf von dieser Idee überrascht. Ihnen wird Haag darüber berichten, wenn er am "Frauentag" im August wieder nach Stadlern kommt. Zu der Region hat er eine besondere Beziehung: "Ich werde nie vergessen, welch überwältigender Moment es war, mit meiner Mutter erstmals wieder in ihre alte Heimat zurückzukehren", erinnert er sich.

In seiner Familie - mit Frau und den beiden Söhnen - hält er das Andenken an seine Wurzeln wach. Dies mit der Mitgliedschaft beim Verein "Heimatgemeinde Plöß" und ebenso mit Besuchen im Schönseer Land und jenseits der Grenze.

 

 

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