12. Schwandorfer Klavierfrühling
Klassische Hochkultur in Vielfalt geeint

Christian Seibert und Jung Won Oh beenden mit einer Matinée am 11. März den Klavierfrühling. Bild: exb
Kultur
Schwandorf
27.02.2018
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International renommierte Pianisten und junge Ausnahmetalente gestalten den 12. Klavierfrühling (4. bis 11. März) im Oberpfälzer Künstlerhaus. Stellvertretend sei hier Ivan Klansky, einer der bedeutendsten Pianisten der tschechischen Republik genannt. Die jungen Interpreten, alle mehrfache Preisträger internationaler Wettbewerbe, kommen aus Syrien, Serbien, Korea, Island und Deutschland.

Die Vielfalt der Nationalitäten findet sich auch im diesjährigen Motto der Programmkonzeption. Es ist das Europa-Motto: "In Vielfalt geeint". Die musikalische Hochkultur, ein weltweites Alleinstellungsmerkmal der europäischen Geschichte, verbindet trotz aller Kriege und politischer Verwerfungen seit Jahrhunderten die Völker Europas. Das Programm des Klavierfühlings wirft ein Schlaglicht auf das Trennende und das gemeinsame dieser Musikkulturen und präsentiert Programme der Länder oder Regionen Europas:

"Deutschland" - Johannes Brahms (Sonntag, 4. März, 16 Uhr): Nicht von ungefähr ist das Eröffnungskonzert Johannes Brahms, dem großen deutschen Komponisten der zweiten Hälfte des 19. Jahrhundert gewidmet. In seiner Musik vereint sich der Respekt vor Beethoven und Bach mit Elementen der ungarischen Zigeunerfolklore. Die beiden Klavierquartette des jungen Brahms stellen eine hinreißende Synthese dieser Elemente dar. Als Hommage an Bach wird die Bearbeitung der berühmten Chaconne für Violine solo von Emilija Kortus zu hören sein sowie die Bearbeitung von Brahms, der dieses große Werk für die linke Hand allein auf das Klavier übertragen hat. Kurt Seibert, ausgewiesener Brahms-Spezialist, musiziert mit den jungen Preisträgern, die sich an der Musikhochschule Leipzig zusammengefunden haben.

"Norwegen" - Hommage an Edvard Grieg (Dienstag, 6. März, 19.30 Uhr): Es ist ein Glücksfall, dass sich Studenten der Musikhochschule Leipzig für dieses Projekt zur Verfügung gestellt haben, denn Grieg hat in Leipzig studiert! Hanns Martin Schreiber, der Initiator eines groß angelegten Grieg-Projektes in Leipzig, übernimmt die Moderation.

"Frankreich" - Claude Debussy und Maurice Ravel (Donnerstag, 8. März, 19.30 Uhr): Trotz der "Erbfeindschaft" zu Frankreich gewann der junge Debussy mit dem Vortrag von Werken Beethovens und Carl Maria von Weber Wettbewerbe als Pianist. Auch der Impressionismus der französischen Künstler erreichte zur Zeit des Ersten Weltkrieges viele Freunde in Deutschland. Wolfgang Manz, Pianist mit internationalem Renommee, hat ein Programm mit dem Schwerpunkt "Impressionistische Musik" gestaltet.

"Tschechien" - Bedrich Smetana (Freitag, 9. März, 19.30 Uhr): Die Musik von Smetana, ein musikalischer Nationalheld Tschechiens, und Leos Janacek spiegeln Stolz und Melancholie dieser Nation wieder, die sich vom Joch der Habsburger Herrschaft befreien wollte. Ivan Klansky (Prag) ist berufen, musikalisch in einem Klavierrezital in diese Welt einzuführen.

"Russland" - Matinée (Sonntag, 11. März, 11 Uhr): Die Russische Musik des 19. und 20. Jahrhunderts ist mit großen Namen gesegnet. Trotz Revolution und den Repressionen des Stalinismus entwickelte sich ein bedeutendes und vielfältiges Musikleben. Christian Seibert und Jung Won Oh gestalten zusammen - unter der Moderation von Dirk Lötfering - das spannende Programm des Abschlusskonzerts.

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Karten und weitere Informationen:

www.oberpfaelzer-kuenstlerhaus.de
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