Abschluss des „Musikfestivals Spiritualität“: Lieder von Joseph Haydn und Johann Hermann Schein
Festliche Klänge in der Kreuzbergkirche

Der Chor überzeugte mit seiner Stimmgewalt beim "Musikfestival Spiritualität". Bild: tie
Kultur
Schwandorf
02.12.2016
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Posaunen eröffneten mit hymnischen Klängen das Adventskonzert, das in der Kreuzbergkirche das "Musikfestival Spiritualität" beendete. Die "Intrada" von Johann Hermann Schein passte mit ihren getragenen Klängen hervorragend zum Titel "Öffnet eure Tore für den Herrn", der die Veranstaltung prägte. Genau diesen Titel trug auch das Lied von Ulrich Mayerhofer, das der Münsterchor Kreuzberg unter Leitung von Stefanie Jehl daraufhin mit kräftigen Stimmen vortrug.

Trompeten und Posaunen

Eine eher innerliche Stimmung verkörperte das Lied "Siehe, eine Jungfrau wird empfangen" vom gleichen Komponisten. Dazu passte auch die "Gigue" von Joseph Bodin de Boismortier, die Theresia Waldschmitt (Querflöte) und Severin Huf (Klavier) vorstellten. Von Klaus Heizmann stammte der Gesang "In das Warten dieser Welt", wieder von Mayerhofer die gesangliche Bitte "Fürchte dich nicht". Exakt dirigierte Stefanie Jehl diese und alle anderen Gesänge, Severin Huf begleitete am Klavier, Theresia Waldschmitt spielte dazu Flöte. Eine kurzfristige Änderung des Programms hatte verhindert, dass der folgende Satz aus dem Flötenkonzert a-moll dem Komponisten Michel Blavet zugeordnet war.

Von Haydn war er jedenfalls nicht. Fein abgestimmt spielten beide das "Allegro". Dann setzten Trompeten und Posaunen das Programm fort. Sie bestritten den Auftakt des Hymnus "Selig seid ihr" von Paul Janssens, den der Chor eindringlich fortsetzte. Das nächste Chorlied leiteten die Schwestern Melanie und Theresia Waldschmitt auf ihren Flöten ein. Damit hatte das Lied "Jesus, unser Retter, naht" von Klaus Heizmann sein tonschönes Fundament. Und wieder spielten die Bläser: zwei Trompeten und zwei Posaunen gestalteten die "Allemande" von Johann Hermann Schein und leiteten das folgende Stück "Ihr Tore, hebt euch nach oben" von Hubert Hintermeier ein, das der Chor passend zum edlen Anlass der Festtage sang.

Ein a-cappella-Gesang schloss sich an: "O Herr, gib Frieden" von Dmitri Bortnianski bat Gott "wir bitten dich, erhöre uns". Dementsprechend sehnsuchtsvoll war die Stimmlage. Es folgte das innige "Adagio" aus dem Flötenkonzert von Blavet. Der Chor sang - begleitet von den beiden Flötistinnen - "Die Gott lieben, werden sein wie die Sonne" von Peter Strauch. Neben Severin Huf am Klavier begleitete Ludwig Römer auf der Gitarre. Ein indisches Anbetungslied folgte: "Wa wa Jeschu na ta" erklang feinsinnig im a-cappella-Gesang. Als Kontrast dazu ertönte das lebhafte Finale des Flötenkonzerts von Michel Blavet. Zu "Lobe den Herrn, meine Seele" von Herbert Hintermeier durften einleitend zwei Trompeten und zwei Posaunen nicht fehlen, die zusammen mit Flöten und dem von Ludwig Römer gespielten Cachon Klang und Rhythmus verstärkten. Auch dem Lied "Die Freude am Herrn ist eure Stärke" von Klaus Heizmann wurde diese Intensivierung zuteil. Zum Abschluss sangen und spielten alle "Macht hoch die Tür, die Tor macht weit."
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