Konzert in der Spitalkirche
Energische Klänge

Die Musiker des Further Streichquartetts überzeugen bei ihrem Auftritt. Bilder: Götz (2)
Kultur
Schwandorf
16.10.2017
30
0
 
Pianist Josef Hellmann zeigt sein Können am Klavier.

Kulturamt und Volkshochschule initiieren zusammen zwei Konzerte. In der Spitalkirche erklingt Klaviermusik. Auch etliche Streichinstrumente sind im Einsatz. Dem Publikum gefällt es.

Das erste der beiden Konzerte gestaltete das Further Streichquartett mit zwei Gästen. In der Spitalkirche fand ein Kammerkonzert mit einem weitreichenden Programm statt. Der Einleitungssatz der "Sonate für Violoncello und Klavier A-Dur" op 69 von Ludwig van Beethoven eröffnete den Abend. Mit einer Solo-Melodie des Cellos begann das "Allegro ma non tanto", das Franz von Armansperg gestaltete. Anschließend setzte der Pianist Josef Hellmann ein und beide spielten die vorgeschriebenen Tonfolgen in gelungenem Zusammenklang. Es folgten drei der "Sechs Lieder ohne Worte für Klavier" op 102 von Felix Mendelssohn.Bartholdy. Die Nr. 2 ist ein seelenvolles "Adagio" und wurde von Josef Hellman getragen dargestellt. Nr. 4 "Un poco agitato, ma andante" fließt dagegen rasch dahin und Nr. 5 "Allegro vivace" zieht rasant vorbei.

Mit "Don Giovanni"

Das nächste Musikstück war das "Konzertstück Nr. 2 für Klarinette und Streicher g-moll/B-Dur" von Franz Danzi. Virtuos und gleichzeitig melodiös entfaltete Florian Simeth sein Können. Die berühmte Melodie aus "Don Giovanni" von Mozart und die folgenden Variationen zeigten den Willen des Solisten und seiner Begleitung - dem Further Streichquartett - eine mitreißende Darbietung dieser selten gespielten Musik zu gewährleisten. Das berühmteste Streichquartett von Joseph Haydn, das "Kaiserquartett C-Dur" op 76/3, schloss sich an. Das "Allegro" zog in energischen Klängen rasant vorüber. Das "Poco Adagio, cantabile" wies schon in der Überschrift darauf hin, dass es gesanglich ausdrucksvoll und feierlich erklingen soll.

Das Further Streichquartett spielte glanzvoll die "Kaiserhymne" zusammen. Jeweils solistisch meisterten Violine 2 (Daria Podwika), Violoncello (Franz von Armansperg), Viola (Anca Moosmüller) und Violine 1 (Arkadius Podwika) eine der vier Variationen. Heutzutage ist dieses Musikstück die deutsche Nationalhymne. Das "Menuett" besticht mit tänzerischer Melodik und zartem Trio als Mittelteil. Das impulsive Finale "Presto" ist so groß wie der Eingangssatz angelegt und lebt vom Gegensatz langer Notenwerte und schneller Tonfolgen. Nach der Pause gab es einen weiteren Höhepunkt klassischer Musik: Das "Quintett für Klarinette, zwei Violinen, Viola und Violoncello A-Dur" KV 581 von Wolfgang Amadeus Mozart. Er hat diese Besetzung kreiert und gleich mit einem Meisterwerk ausgestattet. Es gelang den Interpreten des Abends, den dunkel-warmen Ton des Instruments tadellos mit der ausdrucksstarken Spielweise der Streicher zu verknüpfen.

Tänzerisch und melodiös

Unruhig rasch ertönte das "Allegro", mit Musizierfreude vorgetragen. Innig und fein gestaltet folgte das "Larghetto", das die Klarinette noch zusätzlich dadurch hervorhebt, dass die Streicher "con sordino", also mit Dämpfer spielen mussten. Ein kompliziertes "Menuetto" mit zwei Trios schloss sich an, das tänzerisch melodiös verschiedene Stimmungen kreierte. Das Finale variierte im "Allegretto" erst ein Thema, dann kam ein getragenes "Adagio", zu dem ein rasantes "Allegro" den krönenden Schluss bildete.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.