18.10.2017 - 14:46 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Peter Lang stellt 34 Werke im Künstlerhaus aus Mit der Schlagschnur in die herbe Oberpfalz

"Kalte Nacht" nennt Peter Lang seine Ausstellung, die bis 17. Dezember im Oberpfälzer Künstlerhaus zu sehen ist. Leiterin Andrea Lamest wird am Sonntag, 22. Oktober, um 11 Uhr die Vernissage eröffnen und die Arbeiten des 52-jährigen Künstlers aus Gleißenberg würdigen. Die Ausstellung zeigt 34 Bilder, Plastiken und Druckgrafiken aus dem Werk Langs.

Peter Lang stellt im Oberpfälzer Künstlerhaus 34 seiner Werke aus. Bild: Hirsch
von Rudolf Hirsch (RHI)Profil

Offen für Veränderungen

Peter Lang studierte in München Malerei und Grafik und erstellte als Facharbeit ein 62 Meter langes Wandgemälde. Dem freischaffenden Künstler war es immer wichtig, keine Kompromisse eingehen zu müssen. Die Kunst ist für ihn nicht nur Hobby und Beruf, sondern der "Mittelpunkt seines Lebens". Der Umzug von Oberbayern in die Oberpfalz war für ihn eine Zäsur. Die neue Heimat sei "schön, weit, herb und groß". Hier habe er sich verwirklichen und mit der "romantischen Malerei" beschäftigen können. Der Künstler hat eine eigene Technik. Seine Malerei sei durch das Zusammenspiel von Farbe und Form definiert. Die Schlagschnur, wie sie im Maurerhandwerk verwendet wird, kommt in den Werken von Peter Lang zum künstlerischen Einsatz und ist zu seinem Markenzeichen geworden. Peter Lang erhielt zahlreiche Auszeichnungen und ist in vielen öffentlichen Sammlungen vertreten. 2006 bekam er vom Oberpfälzer Künstlerhaus ein Stipendium und war dabei Gast im Partnerhaus in Trondheim (Norwegen). 2004 wurde er mit dem Kulturpreis Ostbayern ausgezeichnet.

"Ich möchte mich kreativ weiterentwickeln und offen sein für Veränderungen", erklärt Peter Lang. Für seine Bildhauerei verwendet er Materialien, die er vorfindet und dann in Bezug zueinander setzt. "Ich setze mich mit dem daraus entstehenden Thema künstlerisch auseinander", so die Intention des Malers.

Bei seinem Island-Aufenthalt wurde er zur Arbeit am Seeungeheuer "Fjörulalle" inspiriert, das bei der Ausstellung im Künstlerhaus ebenfalls zu sehen ist. Das Grundmaterial Holz hat er dabei mit Abfallprodukten der Firma "Flightcase" ummantelt. Dieses sei völlig geruchlos und unschädlich. "Island hat nicht nur meine Kunst, sondern auch mich als Mensch verändert", gibt Peter Lang zu verstehen.

Container als Atelier

In Gleißenberg ließ sich der Künstler vom Architekten Florian Nagler einen Container zu einem Atelier umbauen, begibt sich damit auf Malreisen in entlegene Ort und setzt neue Maßstäbe. Die Vernissage für die Ausstellung, die bis 17. Dezember im Künstlerhaus zu sehen ist, beginnt am Sonntag um 11 Uhr. In einem Film stellt der Künstler sein Art zu arbeiten vor. Mit dabei werden auch die Stipendiaten sein, die derzeit in der Künstlerkolonie zu Gast sind.

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