„Schwandorf liest“ widmet sich verbindendem Thema im Foyer der Spitalkirche
Wahre Freundschaft ist nicht zu übertreffen

Kultur
Schwandorf
19.05.2017
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Wahre Freundschaft kann nicht wanken, wenn sie gleich entfernet ist: Nicht nur im Volkslied ist die Freundschaft wichtiges Thema, sondern natürlich auch in der Literatur. Die Reihe "Schwandorf liest" der Volkshochschule knüpfte an: Daniela von Glasow-Kalischek und Dr. Katharina Kiss beschäftigten sich mit dem Thema "Ein Freund, ein guter Freund ...".

Die Musik am Dienstagabend in der Spitalkirche übernahmen Hannah und Nele von Glasow. Hannah von Glasow spielte zwischen den Lesungen und Überlegungen Sätze aus den "Sechs Suiten für Violoncello solo BWV 1007 - 1012", vor allem aus Suite Nr.3, von Johann Sebastian Bach. Dabei gelang ihr sehr angenehm, die Ausführungen und Anregungen der beiden vortragenden Damen musikalisch zu erweitern.

Daniela von Glasow-Kalischek wies anfangs vollkommen zu Recht darauf, dass Freundschaften in jeder Gesellschaft immer eine große Rolle gespielt haben. Freundschaft, das sei im Idealfall: "Eine Seele in zwei Körpern." Joachim Ringelnatz meinte dazu: "Das Herz laviert nicht." Dr. Katharina Kiss bekräftigte das mit der Erkenntnis: "Für einen Freund oder eine Freundin gibt man nur das Beste." Als weitere sehr fundamentale Bestandteile einer Freundschaft wurden unbedingt "hohe gegenseitige Achtung und Bewunderung" angeführt.

Raum zur Verwirklichung

Ebenfalls gegenseitig gilt die lapidare Aussage von Jim Morrison, der meinte: "Ein Freund ist jemand, der dir die Möglichkeit gibt, dich zu verwirklichen." So wird klar, dass ähnliche Denkweisen die Freundschaft zwischen zwei Menschen erleichtern. Demnach ist nachvollziehbar, dass sich zwischen Johann Wolfgang Goethe und Friedrich Schiller die berühmte Freundschaft entwickelt hat. Ebenfalls befreundet waren Ernst Hemingway und Francis Fitzgerald. Interessant in Hinblick auf Freundschaft ist die Warnung von Marc Zuckerberg, der wohl zu Recht daran zweifelt, dass ein Kontakt auf "Facebook" locker zu einer Freundschaft führen kann. Vielmehr sollten beide durchaus vorsichtig und kritisch die Nachrichten des jeweils anderen auf ihre Wahrhaftigkeit überprüfen.

Kapriziös: George B. Shaw

Kapriziös gefärbt scheint dagegen die Annahme von George Bernard Shaw zu sein, wenn er meint: "Freunde sind Gottes Entschuldigung für Verwandte." Ernsthaft zu werten wohl dagegen die Feststellung: "Freundschaft ist die reinste Form der Liebe" meinten die beiden vortragenden Damen. Nele von Glasow vertiefte den Eindruck a cappella mit dem Volkslied "Es waren zwei Königskinder". Eine weitere interessante Aussage lautete: "Freunde sind wie Sterne. Man kann sie nicht immer sehen, aber sie sind immer da." Viele solcher bemerkenswerten Sätze prägten den Abend. "Ein Freund, ein guter Freund...", das Thema wurde mit der Feststellung untermauert:"... ist nicht zu übertreffen."
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