12.01.2016 - 02:00 Uhr
SchwandorfOberpfalz

„Sir“ Oliver Mally und Hubert Hofherr spielen im Felsenkeller den Blues Fetzige Musik im Felsenkeller-Gewölbe

Volles Haus im Felsenkeller: "Sir" Oliver Mally und Hubert Hofherr brachten den Blues ins Gewölbe an der Fronberger Straße und begeisterten ihr Publikum. Keller-Beauftragter Werner Robold hatte mit dem Engagement des Duos wieder einmal ein feines Händchen beweisen.

Hubert Hofherr an der Harp (links) und "Sir" Oliver Mally (Gitarre u nd Gesang) sorgten für Blues-Feeling im Felsenkeller. Bild: tie
von Reinhold TietzProfil

Schon das erste Musikstück der Beiden, der "South National Blues", zeigte die Richtung: Die verhaltene Melodie, die "Sir" Oliver Mally durch seinen Gesang und die Klänge seiner Gitarre zu einer mitreißenden Tonfolge entwickelte fand ihre Erweiterung durch die Blues-Harp von Hubert Hofherr durch ihre passende Begleitstimme.

"Butterfly Girl" hieß das nächste Stück. Mally wies extra darauf hin, dass Hubert Hofherr der "bestfrisierteste Musiker" sei, den er kenne. Dieser Ansicht müsste man noch hinzufügen, dass die Mundharmonika "bestklanglich" zu den Tonfolgen der Musik passte. Überhaupt war klar, dass die beiden Musiker sich hervorragend gegenseitig unterstützten, indem sie es schafften, sowohl gemeinsam wie auch in Abwechslung nahtlos aufeinander zu hören. Das wurde mit jedem Song deutlicher.

Scharfer Rhythmus

Im Country Song von Steve Earl überzeugte der stramme Rhythmus, auch "North Pole" war von scharfem Rhythmus dominiert und bescherte der Mundharmonika unglaubliche Ton-Varianten. Es waren übrigens zwei Miniköfferchen mit jeweils etwa zehn Harps, aus denen Hubert Hofherr dann das passende Instrument auswählte. Die gekonnte Mischung von verhaltenen und fetzigen Nummern behielten die Musiker bei, wobei sie ihre Zuhörer sowohl in der ruhigen wie der schnellen Spielweise begeisterten und jeweils zu Beifallsstürmen animierten.

Das galt für die romantische Verklärung von "Sweet and fine" genauso wie für das wilde "Devil", in dem das Kazoo seinem schrillen Blasklang der Melodie ein besonderes Gepräge vermittelte. Aber "Sir" Oliver Mally verwunderte nicht nur mit diesem "Instrument" seine Zuhörer. In "Bring me Champagne" entfaltete er auf der Gitarre solistisch eine Virtuosität, gleichzeitig erlaubte er sich ein gesangliches Durchhaltevermögen, das die Hörer zusätzlich begeisterte.

Begeistertes Publikum

"Marie" schließlich brachte der Harp von Hubert Hofherr eine herrliche, längere Solostelle. "Time" war das letzte Stück, das beinahe besinnlich vorüberzog. Natürlich gab es Zugaben. Die Zuhörer waren bis zum letzten Moment absolut begeistert von "Sir" Oliver Mally und Hubert Hofherr.

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